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schlecht, welches in Ostpreussen die Güter Browien, Thurau u.Wollaim Kr. Neidenburg an sich brachte.
Freih. v. Ledebur, I. S. 245 und III. S. 25 7 .
Garlopeli. Ein früher zu dem lüneburgischen adeligen Patriciategehörendes Geschlecht.
Büttner, Stamm- und Geschl.-Reg. d. liineb. adel. Patricier-Geschlechtcr, Nr. 19.
Garinissen, früher auch Germerscn. Altes, urkundlich schon 1379und 1420 vorgekommenes Adelsgeschlecht, aus welchem nach AngabeEiniger Sigisband G. scbon 998 gelebt haben soll. Der älteste Calen-berg'scbe Lehnbrief ist von 1418, der Lüneburg'sehe von 1484, derPless'sche von 1515 und der Grubenhagensche von 1528. — DerFamilie, welche im Kgr. Hannover zu dem ritterschaftlichen Adel derhildesheimischen Landschaft gehört, stehen die Güter Friedrichsbau-sen und Dassel zu.
Letzncr , Dasselsche Chronik, S. 186 a und b. — Freih. v. Krolme, II. S. 4. — Freih. v.d. Knesebeck, S. 183. — S'iebmacher, II. 123. — v. Medirig, II. S. 188. — W.-B. des KÖnigr.Hannover, 0. 52 und S. 7. — Kneschke , II. 8. 173.
Garn. Adelsstand des Kgr. Preussen. Diplom von 1786 beiGelegenheit der Huldigung des Königs Friedrich Wilhelm II. für dieSöhne des Amtmanns zu Burgstall Christian Friedrich Garn: Jo-hann Christian Garn, k. preuss. Major und Franz August Garn. Wieangegeben, führt Freiherr v. Ledebur das Diplom an, v. Hellbach da-gegen u. das N. Preuss. Adels-Lexic. erwähnen ein Diplom von 1792für die Gebrüder Wilhelm und Constantin Garn, Söhne des MajorsGarn im k. preuss. Bataillon Salm. Nach letzterer Angabe sind wohlzwei Diplome in die Familie gekommen, oder das Diplom ist erstspäter ausgefertigt worden. — Die Familie besass schon 1748 in derAltmark im Kr. Stendal das Gut Gross-Schwarzlosen u. 1767 Gohreund hatte ersleres Gut noch 1803 inne. Der Stamm hat fortgeblühtund mehrere Sprossen desselben traten in die k. preuss. Armee.
v. Hellbach, I. S. 407. — N. Pr. A.-L. II. S. '214 und V. S. 173. — Freih. v. Ledebur,I. S. 245.?— W.-B. d. preuss. Monarch., III. 23.
Garnier, Garnier und ßesaiicon, Garnier-Tarawa, Grafen (Schildquergetheilt: oben in Blau eine goldene Kugel, aus welcher zu jederSeite ein silberner Flügel hervorgeht und unten in Silber zwei rotheschrägrechte Balken. Bei Erhebung in den Grafenstand ist der Schild,das Stammwappen, unverändert geblieben und es sind nur zu demHelme des Stammwappens zwei Helme als rechter und linker hinzu-gekommen). Grafenstand des Kgr. Preussen und zwar mit der Bestim-mung, dass die gräfliche Würde auf den jedesmaligen Besitzer desMajorats Turawa, in sofern er zur Familie v. Garnier gehöre, verer-ben solle. Diplom vom 14. Aug. 1841 (nach Anderen vom 9. April1842) für Franz Seraphin v. Garnier, Majoratsherrn auf Turawa. —Die Familie v. Garnier ist ein altes, ursprünglich französisches Adels-geschlecht , aus welchem sich Sprossen in der ersten Hälfte des18. Jahrb. in Oesterreich niederliessen, von welchem Peter GarnierHerr der Herrschaft Lublinitz, 1729 in den böhmischen Ritterstandversetzt wurde. Yon den Vorfahren kommen schon 1472, 1513 und1524 Pierre de Garnier und der Sohn desselben, Henri de Garnier,in den Listen des Heerbannes als Edelleute in der Dauphine vor.