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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
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Fünfkirchen zählt zu den ältesten Adelsfamilien des ErzherzogthumsOesterreich u. stammt nach Einigen aus Ungarn, nach Anderen aber,und wohl richtiger, aus Wien. Wilhalm Vuenflkirclfen erscheint ur-kundlich 1250 und Leupoldus de quinque Ecclesiis 1276. UlrichFünfkirchcr, Münz-Meister zu Wien, tritt schon 1302 als Ulrich v.Fünfkirchen auf und die Nachkommenschaft desselben findet sich inWissgrills Werke. Von Ulrich stammte im vierten Gliede Philipp,welcher 1411 in dem Lehnbuche des Herzogs Albrecht IV. zu Oester-reich genannt wird u. mit dem ßucelini, welcher Philipps Vorfahrennicht kannte, erst die fortlaufende Stammreihe beginnt. Philipp undseine Nachkommen heissen urkundlich: Bitter. Von Philipp im 4.Gliede stammte Johann Bernhard, niederösterr. Hofkammerrath undOberstfeldproviantmeister, welcher mit seinem Bruder, Johann Maxi-milian , den übrigen Geschwistern und dem gesammten Geschlechtevom K Rudolph II. 31. Jan. 1603 als Freien und Freiinnen in denIlerrenstand erhoben wurden. Freiherr Johann Bernhard starb 1626und von seinen Söhnen aus der Ehe mit Barbara Freiin v. Teuflen-bacli pflanzte Johann Sigismund, vermählt mit Anna Polyxena Elisa-beth Herrin v. Schärfl'enberg, den Stamm fort. Derselbe hinterHesszwei Söhne, Johann Bernhard und Johann Ernst. Ersterer wurde, s.oben, mit den Söhnen des Letzteren, Johann Leopold und Johann Jo-seph, in den Grafenstand erhoben. Graf Johann Bernhard starb1700, ohne männliche Nachkommen zu hinterlassen, von den Söhnendes Grafen Johann Ernst aber, welcher sich in erster Ehe mit Ca-tharina Theresia Grf. v. Slawata und in zweiter Ehe mit der Nichtederselben, Maria Theresia Gräfin v. Slawata, vermählt hatte, durchwelche Beide, nach Erlöschen des Mannsstammes des gräflichen Hau-ses Slawata, die Herrschaft an die Eamilie Fünfkirchen gelangte,setzte der Sohn erster Ehe, Graf Johann Leopold, s. oben, den Stammfort. Derselbe, gest. 1730, k. k. w. Geh.-Rath u.Kämmerer, vermähltmit Maria Esther Anna Grf. v. Paar, hinterliess, unter anderen Nach-kommen, den Grafen Johann Franz de Paula, gest. 1782, welcher inerster Ehe mit Anna Catharina Grf. v. Desfours, gest. 1751, vermähltwar. Aus dieser Ehe stammten zwei Söhne, Graf Johann Ferdinandund Graf Johann Franz de Paula Joseph, von welchen die jetzigenSprossen des gräflichen Stammes entsprossten. Graf Johann Ferdi-nand, gest. 1794, Majoratsherr auf Steinabrunn, k. k. Kämm., verm.mit Genovefa Grf. v. Montelabete, verw. Grf. v. Wengersky, hinter-liess einen Sohn, Graf Johann Franz de Paula, gest. 1815, verm. mitSophia Dorothea Freiin Opdenhamm, gen. v. Schoppingk, welche sichin zweiter Ehe mit Michael Gr. Esterhäzy de Galantba vermählte u.1844 starb. Graf Johann Franz de Paula Joseph, gest. 1807, k. k.Kämmerer etc. Herr der Herrschaft Chlumecz, war in zweiter Ehe, inwelcher derselbe seine Linie fortsetzte, verm. mit Josepha Grf. Cho-rinsky v. Ledske. Der Personalbestand des gräflichen Hauses, wel-ches in den Linien zu Steinabrunn und zu Chlumecz blüht, war inneuester Zeit folgender: I. Linie zu Steinabrunn: Otto Franz Gr. v.und zu Fünfkirchen, Freiherr v. Steinabrunn, geb. 1809 Sohn des