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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
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A., k. k. Rath und Kreishauptmann des Cillerkreises in Steiermark,starb 1771 u. hinterliess vier Söhne, über welchen Leupold Näheresmitgetheilt bat.

Leupold, I. 2. S. 348 ynd 349. Schmutz, I. S. 429. Siebmach.er, III. 87. Kneschke]II. S. 166 und 167.

Führer v. Haimendorf, auch Ritter (Stammwappen, welches nochjetzt die jüngere Linie des Stammes führt: Schild der Länge nachgetheilt: rechts in Roth eine an die Theilungslinie angeschlossene,halbe, silberne Lilie u. links in Silber ein ebenfalls an die Theilungs-linie angeschlossenes, halbes, rothes Rad. Vermehrtes Wappen derälteren Linie zu Haimendorf}' und Wolkersdorf nach dem Diplome von1688: Schild geviert, mit das Stammwappen enthaltendem Mittel-schilde. 1 und 4 in Gold ein einwärtssehender, gekrönter, schwarzerAdler und 2 u. 3 unter einem silbernen Feldeshaupte von natürlichenWolken von Schwarz und Gold quergetheilt mit einem einwärts ge-kehrten, doppelt geschweiften und gekrönten Löwen von gewechsel-ten Farben). Erbländ.-österr. Ritterstand. Diplom von 1820 fürCarl Führer v. Haimendorf, k. k. Lieutenant in d. A. und Herrn aufHogeschin. Die Familie F. v. H. ist ein altes, ursprünglich zu demAdel des Elsasses und der Rheinlande gehörendes Geschlecht, wel-ches schon in sehr früher Zeit um Strassburg angesessen gewesen seinsoll. Später wendete es sich nach Franken u. sass auf dem SchlosseMichelfeld bei Schwäbisch-Hall. Als Stammvater wird ReinwaldFüh-rer, Rath und Diener des K. Rudolph I., genannt, welcher im Domi-nikaner-Kloster zu Mainz begraben wurde. Conrad Führer, wohl einSohn Reinwalds, wendete sich 1274 aus Mainz zuerst nach Nürnberg,wo die Nachkommen 1501 das Patriziat erlangten: im genanntenJahre wurde Sigmund II. zuerst in den Rath zu Nürnberg gewählt.Christoph F., Kriegsrath des fränkischen Kreises, erhielt durch kai-serliches Diplom von 1599 das althergebrachte adelige Wappen derFamilie, sowie das 1547 gestiftete Führer'sche Fideicommiss Hai-mendorf und Kientzenau unter dem Laim- und Moritzberge bestätigtund durch kaiserliches Diplom von 1688 wurde der älteren Linie zuHaimendorf und Wolkersdorf das angestammte Wappen vermehrt.Von den drei Hauptlinien, in welche der Stamm sich geschieden,blüht nur noch die von Christoph IV. F., gest. 1633, gegründete, äl-tere Hauptlinie zu Wolkersdorf. Die mittlere Sigmundsche Haupt-linie zu Steinbühl und Himmelgarten, welche Johann Sigmund, gest.1642, stiftete, ist mit dem Landpfleger Georg Sigmund 1767 er-loschen und die jüngere, Moritzische Hauptlinie auf Renzenhof starb1 782 mit dem Rittmeister Carl Moritz aus. Aus der älteren Haupt-linie gingen später zwei Speciallinien hervor: die Christophsche unddie Carl-Gottliebsche, welche beide noch blühen und von denen dieerstere das vermehrte Wappen von 1688, s. oben, die letztere daseinfache Stammwappen führt. Das Geschlecht hat sich um Nürn-berg vielfache Verdienste erworben und hat mehrere sehr gelehrteMänner hervorgebracht, zu welchen namentlich gehören : Christoph III.gest. 1610, welcher seine Reise in das gelobte Land lateinisch und