Druckschrift 
3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
Seite
370
Einzelbild herunterladen
 

— 370 —

•

Mollenburg, Schwalenbach, Cronseck, Schiltern, Harras, Stränzen-dorf, Oberbeiss, Schwarza, Reuzersdorf etc. kamen. — Hainricus deVricestorff kommt schon 1268 und Otto Frizelsdorfer 1290 urkund-lich vor. — Der Stamm blühte fort und bis in die zweite Hälfte des15. ,Jahrb. hinein. Ulrich v. Frizenstorf zu Erizelstorf etc. erschiennoch 1479 auf dem niederösterr. Landtage zu Wien und lebte noch1483. Später kommt der Name des Geschlechts nicht mehr vor.

Wissgrill, III. S. 105—109.

Friwisz v. Wertcrshain, Eille. Erbländ.-österr. Adelsstand, mitdem Prädicate : Edle v. Wertershain. Iii n'euester Zeit standen in derk. k. Armee: Anton F. Edler v. W., Oberstlieutenant bei der tech-nischen Artillerie, Carl F. Edler v. W., Lieutenant im'7., Georg im26. und Joseph im 47. Infant.-Regim.

Milit.-Schematismus d. österr. Kaiserth.

Frobcl, Hilter. Böhmischer Ritterstand. Diplom vom 16. Nov.1656 für Heinrich und Friedrich Frobel und vom 5. August 1700,für Johann Julius Frobcl. — Die Familie erwarb in der zweitenHälfte des 18. und in der ersten des 19. Jahrh. in Schlesien mehrereGuter. Johann Carl v. F., Marschcommissar und Kreisdeputirter imLiegnitzschen Kreise, war Herr auf Rausse bei Neumarkt und Carl v.F. 1836 Herr auf Scheibe und Beinlichgut bei Neisse. Nach Bauer,Adressbuch S. 66 besass ein v. Frobel, k. preuss. Lieut. a.D., 1857das Gut Jauchendorf im Kr, Namslau.

N, Pr. A.-L. II. S. 198 uud III. S. 255. — Freih. v. Ledebur, I. S. 236 und 237 und III.S. 255. — Schlesisches VV.-B. III. Nr. 178.

Fröbelwitz, Fröbelwitz, Fröbelwitz - Frutzky. Altes, schlesischesAdelsgeschlecht, welches in früher Zeit den polnischen BeinamenFrutzky führte und namentlich im Oelsischen begütert war, wo auchdas Stammhaus Krumpach liegt. Ein, den Namen des GBschlechtsführendes Gut findet sich im Kr. Neumarkt. Caspar v. Frobelwitz-Frutzky kommt 1468 als Herr auf Scbmarker und Ellguth unweitTrebnitz vor; Hans v. F. auf Ellguth war 1614 Landes-Aeltester desOelsnischen Fürstenthums und um dieselbe Zeit lebte Melchior v. F.,Herr auf Krumpach; Sigismund v. F., bekleidete 1636 ebenfalls dieWürde des Landesältesten des Fürstenthums Oels und Hans v. F. derJüngere, Herr auf Sakkerschöwe im Kr. Trebnitz, lebte noch 1664.Mit demselben ist nach Allem später der Stamm ausgegangen.

Okolsky , Orb. Polon. III. S. 1. — Sinapius, I. S. 374 und II. S. 630. — Gauhe, I. S. 571-— Zedier , IX. S. 2148. — N. Pr. A.-L. II. S. 198 u. 199. — Freih. v. Ledebur , T. S. 237. —Siebmacher , I. 56: v. Fröbelwitz, Schlesisch. — v. Meding, III. S. 188 und 189.

Frobeu (zwei aus Wolken kommende Arme, welche einen Schlan-genstab halten, auf welchem eine Taube sitzt: das bekannte Buch-druckerzeichen der Frobene). Ein in Kur-Brandenburg und im Kgr.Preussen sehr bekannt gewordenes Adelsgeschlecht, welches ursprüng-lich aus der Schweiz stammte und zu dessen Stamme der gelehrteBuchdrucker Johann Frohen mit seinen Söhnen, Hieronymus undJohann den Jüngeren und seinen Enkeln, Ambrosius und Aurelius,welche das namentlich in Bezug auf die griechischen Kirchenväter sowichtige Geschäft des Vaters u. des Grossvaters fortsetzten, gehörte.