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Altes, niederrheiuisches Adelsgeschlecht, dem ähnlichen Wappen undnamentlich dem Helmschmucke nach: Kopf und Hals eines silbernenSchwanes , wohl eines Stammes mit den v. Metternich. Das gleich-namige Stammhaus im Landkreise Cöln hatte zwei Höfe u. Pützfeld,welches den Beinamen des Geschlechts gab, ist ein Dorf in der Nähevon Adenau. Das Geschlecht war schon 1504 mit Schmidtheim imjetzigen Kr. Gemünd begütert, hatte 1521 Kesseling und Lind im Kr.Adenau iune, erwarb dann noch andere Güter, sass 1744 noch zuCalenberg im Kr. Düren, so wie 1751 zu Kirspenich im Kr. Rhein-bach und ist dann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrh. erloschen.
Kobern, niederrheinischtr Adel, II. S. 242. — N. Pr. A.-L. II. S. 197. — Fahne, I. »S.105 und II. S. 44 und 218. — Freiherr v. Ledebur, I. S. 235.
Friemersheim, Fricmersiiin (Schild quergetheilt: oben in Gold einrother Löwe und unten in Blau drei silberne Rosen). Altes, rhein-ländisches Adelsgeschlecht aus dem gleichnamigen Stammhause imjetzigen Kr. Crefeld, welches der Familie schon 1297 zustand. Die-selbe sass auf diesem Sitze noch 1340 und hatte 1351 Lauerfrost imKr. Rheinberg inne. ■— Der Stamm blühte bis in die zweite Hälftedes 17. Jahrh. fort, in welcher derselbe erlosch.
Freiherr v. Ledebur, I. S. 235.
Fries, Friess, auch Ritter, Freiherren u. Grafen. Erbländ.-österr.-und Reichs - Ritter-Freiherrn - und Grafenstand. -— Erbländ.-österr.Ritterstandsdiplom von 1752 für Johann Friess, k. k. Commerzien-rath und Nicderlogs-Yerwandten in Wien, wegen Errichtung von Fa-briken und geleisteter Geld-Anticipationen; Reiclisritterstandsdiplomvon 1757 für denselben, mit dem Prädieate: Edler v.; Erbländ.-österr.Freiherrnstands-Diplom von 1763 aus Allerhöchst eigener Bewegungfür denselben, wegen guten Herkommens, im niederländischen Kriegegeleisteter, nützlicher Dienste, zur Anlegung von Fabriken verwen-deter, beträchtlicher Summen und gemachter Geld-Anticipationenfür den Staat, besonders aber wegen, ohne Zuthat der Finanzen, be-wirkter Versorgung des nach der Action bei Frankfurt a. d. Oderdurch Polen, unter Commando des General-Feldzeugmeisters Freih.v. Laudon, zurück marschirten Armeecorps mit Geld und Lebensmit-teln, so wie auch wegen geführter Direction des Bergwerks-Producten-Verschleisses; Reichsfreiherrn-Diplom von 1782 für denselben, (sogiebt Megerle v. Mtihlfeld an, währendWissgrill das Reichsfreiherrn-stands-Diplom vom 15. Dec. 1762 datirt) u. Reichsgrafendiplom von1783 für denselben als k. k. Hofrath. Nächstdem: Erbländ.-österr.Ritterstandsdiplom vom 31. Jan. 1775 für Philipp Jacob v. Fries,Senior des geistlichen Ministeriums zu Mühlhausen, mit dem Prädi-eate: Edler v. und Reichsfreiherrnstandsdiplom von 1791 für PhilippJacob Edlen und Reichsritter v. Fries. — Die Genannten gehörten zueinem alten Patrizier-Gescblecht^der früher mit der Schweizer Eid-genossenschaft im Bunde gestandenen Stadt Mühlhausen im Sundgaueund die Familie wurde 1792 unter die neuen niederösterr. Herren-standsgeschlechter aufgenommen. Johann Jacob v. Fries, gest. 1757,Zunftmeister und Mitglied des inneren Raths zu Mühlhausen (Wiss-grill legt schon demselben das adelige Prädicat bei, doch giebt Me-