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3 (1861) (Eberhard - Graffen)
Entstehung
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chisches Adclsgeschleeht aus dem gleichnamigen Stannnschlosse ander Donau, 2 Meilen von Wien. Dasselbe kommt urkundlich zuerstmit Dietericus iniles de Encinsdorff 1261 vor und blühte bis WolfChristoph v. u. zu Entzersdorff im Langenthal, kais. Rath und Land-rcchtsbeisitzer in Niederösterreich, 1598 den Stamm scliloss.

Gau he, II. S. 255 u. 25G. — Wismjrill , II. S. 417—421. — Schmutz, I. S. 325. — Sieb-macher, I. 38; v. Entzesdorf, Oesterreichisch, in der „Declaraliou" : v. Kntzersdorf.

Enzberg, Enzberg zu liihlheiin, Freiherren (in Blau ein goldener,oben mit einem Rubin besetzter Ring). Altes, schwäbisches Adels-geschlecht, dessen Freiherrnstand aus einem Kaiserlichen Diplomevom 17. Juli 1671 erweislich ist, welches Georg v. Enzberg, Ritter,erhielt. Die Stammburg, welche dem Geschlechte den Namen gab,lag zunächst des Flusses Enz im ehemaligen Enzingaue, unweit Maul-bronn an der badischen Grenze und gehörte später zu dem reichs-unmittelbaren Canton Craichgau. Aus dieser Burg verbreitete sichder Stamm diess- und jenseits des Rheins nach Schwaben, Elsass undBayern und erkaufte 1409. die zum schwäbischen Ritter-Canton He-gau gehörige Herrschaft Mühlheim an der Donau.— Die früher mehr-fach als fest bestehend angenommenn Angabe, dass Zweige desStam-mes sich auch nach Tirol verbreitet hätten und dass die aus densel-ben hervorgegangenen jetzigen Grafen v. Enzenberg zum Freien-und Jöehelsthurm, s. den nachstehenden Artikel, eines Stammes mitden Freiherren v. Enzberg'/u Mühlheim wären, ist neuerlich wieder-holt angefochten worden und namentlich hatv. Hefner ausgesprochen,dass beide Geschlechter ganz verschiedenen Ursprunges wären undin gar keiner Verbindung mit einander ständen, wenn auch das Enz-bergsche Wappenbild: der goldene Ring in Blau, 1671 bei Erhebungder Familie Enzenberg in den Freiherrnstand in das Wappen gekom-men sei. Nach Allem schwebt wohl noch die Frage, welche Annahmedie richtige sei.-— In frühcrZeit und bis zum Anfange des 14. Jahrb.waren die Enzberge Uchenmannen der Grafen v. Vaihingen, als aberdie Macht und das Ansehen dieser Grafen erlosch, wurden sie Vasal-len des regierenden Hauses Württemberg. Von dem Kloster Maul-bronn, über welches die Sprossen des Stammes urkundlich schon 1185als Schirmvogte gesetzt waren, trugen dieselben bis 1285 mehrereGüter zu Lehen, doch gab die Advocatie über dieses Kloster späterAnlass zu grossem Zwiste, welchen erst 1285 ein Kaiserlicher Com-promiss-Vergleich hob, doch waren diese Vorgänge wohl Mitursache,dass die Gebrüder Georg undFriedrich, die Enzberge, 1438 alle ihreGüter, und selbst das Staminschloss, verkauften und nach Überschwa-ben zogen, wo sie schon, wie oben angegeben, die früher den Grafenv Zollern zustehende, von diesen aber an die v. Weiden gekommenereichsunmittelbare Herrschaft Miihlheim erworben hatten, welche nochjetzt im Besitze der Familie ist und durch Vertrag mit Baden seit1807 unter Württembergischer Landeshoheit steht. — Der nächsteallgemeine Stammvater der späteren und jetzigen Freiherren v. Enz-berg ist Johann v. E., verm. mit Magdalena Voigtin v. Alten-Gum-merau und Prassberg, welcher 1841 lebte und von dessen Nachkom-