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Woyna — Wulfhciin.
Wojna, die Grafen und Freiherren von.
Die im preussischen Heere dienenden Edelleute dieses Namenssind )>olnisolier Abkunft; sie gehören einer alten vornehmen Familiean, von der der Hauptast im Königreich Galizien ansässig ist. EinZweig desselben, Franz v. W., kaiserl. wirklicher Geh. Rath, Vice-Kanzler der galizischen Hofkanzlei, gelangte im Jahre 1800 zur gräf-lichen Würde. — Der älteste der in preussischen Diensten stehendenBriider v. W. ist Oberst und Commandeur des Cadetten-Instituts inCulm, Ritter des eisernen Kreuzes u. s. w.; der zweite ist Major iinlOten Infanterie-Regiment, der dritte ist älajor im 8ten Inlünterie-Regiinent, Ritter des eisernen Kreuzes. Zweige der in unsern Staa-ten lebenden v. W. schreiben sich v. Woyna-Dewitz und v. Woyna-Osmiatowski. Ein Hauptmann v. W.-Dewitz schied 1828 als Capitainaus dem 17ten Infanterie-Regiment; ein Lieutenant v. W.-Osmiatowskistand 1806 in dem Infanterie-Regiment Jung-Larisch.
Wricchen, Herr von.
Der Justizrath Steobanus, auf Romahn bei Greiffenberg in Pom-mern, wurde am 10. Juli 1803 unter dem Namen v. Wriechen geadelt.Das ihm beigelegte Wappen zeigt im silbernen Felde ein blau undsilbernes Schach , über dein ein blauer Löwe sich emporhebt. Amobern Rande des Schildes stehen drei goldene Sterne. Auf dem Helmewehen diei Straussenfedern, die äussern blau, die mittlere weiss.Decken blau und Silber.
Wrschowetz Sekcrka v. Sedczicz, die Grafen,Bd. IV. S. 356.
Qnellen zur Geschichte dieses vornehmen Hauses sind: JnroslawGraf v. W., annalecta historiae über das alte Geschlecht W. Dresden1667 in Fol. Ballin, Stammhaus der W. Lucae, Pürstens. 1288—1301. Balbini, Tab. genealog. P. II. Dessen Epitome rer. Bohem.p. 186—244. Sinapius I. Th. S. 811. II. Th. S. 274. Gauhe I. Th.S. 2102. Zedier L1X. Bd. S. 681—685.
Wulflieim, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Albert v. W., Droste des Bischofs zu Münster, erscheint zuerst1170 und dann 1173 auf der Fürstenversammlung in Goslar. Er inuss einjüngerer Sohn der Wulfen, Drosten zu Lüdinghausen, gewesen sein,denn erstens liegen die Besitzungen beider Familien unter einander ver-mengt, zweitens nennt sich Bernhard Droste Dapiler de Lüdinghausenund fuhrt einen Wolfskopf im Wappen, während sein Vater und seinBruder Albert einen fünfzackigen Turnier kragen über dem silbernenSchilde und in rothem Felde führen. A'le andere Glieder der Familieführen das frühere, noch jetzt gebräuchliche Wappen'. Das Stammgutder Familie ist das Allodialgut Vischering, Kreis Lüdinghausen. DasDrosten-Amt ging stets auf den Aeltesten über und deshalb heisst dieStammlinie Erbdiosten des Fürstenthums Münster.
Bernhard III. hinterliess im Jahre 1331 zwei Söhne, nämlichHeinrich II. und Albert V.
Heinrich 11. erbte die mütterlichen Güter und seine Nachkommen