470
Warnin — Wassenberg.
Warn in, die Herren von.
Diese adelige Familie kommt in Pommern und Mecklenburg vor.In Pommern blühte sie namentlich um das Jahr 1630. Hango be-zeichnet sie als ausgestorben. Dagegen war aus der mecklenburgischenLinie einer v. W. im Jahre 1806 Capitain im Regiment Königin Dra-goner; er lebte noch vor einigen Jahren als Major a. D. in Güstrow.Siebmacher giebt im V. Th. S. 169 das Wappen derer v. W., v. Me-ding beschreibt es im II. Th. No. 939.
Wartensleben, die Grafen von, Bd. IV. S. 316.
Das Wappen dieses reichsgräilichen Hauses ist ein'goldenes Schild,worin gegen die rechte Seite aus einem grünen Busche ein rother oderblutiger, zum Lauf sich schickender Wolf mit aufgesperrtem Radienund roth ausgeschlagener Zunge springt; auf diesem ruht ein in Goldund Silber gespaltenes Schildeshaupt, darauf ist ein schwarzer dop-pelter Adler, im linken Flügel mit einer goldenen Sehne, vorgestellt.Auf diesem Schilde ruhen drei olfene adelige Turnierhelme, alle dreimit königl. Kronen und Halskleinodien, zur Rechten mit Gold undschwarzen, zur linken mit Gold und rothen Helmdecken geziert. Ausder äussern Krone rechter Seite brechen zwei schwarze, mit ihrenSpitzen einwärts gekehrte Adlerfliigel hervor, deren linker mit einergoldenen Sehne gezeichnet ist; aus der äussern Krone linker Seitezeigt sich ein weiss bekleideter und mit einem blauen Bande gebun-dener Arm. Aus der mittlem Krone springt zwischen zwei gespiegel-ten Pfauen-Schweifen der im Schilde beschriebene blutige Wolf her-vor. Neben den Helmdecken beider Schilde stellen zwei geharnischteRitter, der zur rechten Hand ist auf antike Weise geharnischt, miteinem blutigen Wolfskopfe auf dem Helme und dem Rücken herab-hängender blutbespritzter Haut, an dessen rechter Hand ein altes, mitdem gewöhnlichen Charakter Karls des Grossen bezeichnetes Schildzu sehen ist, mit der linken, worin ein Ritterspeer ruht, lliält er dasgrätliche Wappen. Der zur linken Seite ist auf neue Manier gehar-nischt, mit einem roth und goldenen Federbusch auf dem Haupte,mit der Linken einen Generals-Stab, mit der Rechten das Schild hal-tend. (Auszug ans dem reichsgräilichen Diplom, welches der römi-sche Kaiser Joseph I. zu Wien den 29. März 1706 den Reichsgrafenv. W. ertheilt hat.)
Wasen, die Herren von.
Ein im 17ten Jahrhundert erloschenes adeliges Geschlecht in denRheinlanden, das gleiches Wappen und mehreren Autoren nach glei-ches Abkommen mit dem Geschlecht v. Weiler hat. — Eberhard v.W. kommt 1470 als Domherr von Mainz vor. M. s. Estor's Ahnen-probe 75, 397 u. 467. v. Humbracht T. 223. Prevenhueber, Ann.Styr. 364. v. Meding beschreibt das Wappen III. Bd. No. 919.
Wassenberg, die Herren von.
Ein adeliges Geschlecht in der Rheinprovinz; ihm gehört an -4m-gusl v. W. zu Nothberg iin Regierungs-Bezirk Aachen, und BernhardAugust Friedrich Philip/) v. W. zu Thorr im Regierungs-Bezirk Cöln.