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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Veltheim.

Im Verfolg dieser Fehde, welche sich mit mehreren Unterbre-chungen immer wieder erneuerte und an 50 Jahre währte, wurde eineihrer ältesten Besitzungen, das Scllloss Destedt, 1430 abgebrannt undspäterhin ihre Stammburg Veltheim an der Ohre so verwüstet, dass sieden Besitz derselben aufgaben und später die v. Honroth von denHerzögen zu Brannschweig damit beliehen wurden.

Von den Familienmitgliedern vor der Theilung des Geschlechts inzwei Linien, wollen wir hier noch die beiden Söline jenes Rolgeruserwähnen, Bertram I. und Rotgerus IL, wovon ersterer den Pfalz-grafen Heinrich, Sohn Heinrich's des Löwen, auf seinem Kriegszugein's gelobte Land begleitete, und letzterer, wie schon erwähnt, dasTestament Kaiser Otlo's IV. 1218 als Zeuge mit unterschrieb.

Arndt v. V., 1216 als erster Commendator des deutschen Ordenszu Luklum, Bertram IL, welcher mit seinem Bruder Ludolf die BurgHarbeck 1308 käuflich an sich brachte und das besondere Vertrauendes ErzBischofs Rudolph zu Magdeburg und der Herzöge Magnus undOtto von Braunschweig genoss, Henricus v. V., im Anfange des 14tenJahrhunderts Abt zu Kiddachshausen, Johannes in der Mitte des ge-dachten Jahrhunderts Abt zu Marienrode, welche sich durch Gelehrsamkeit und frommen Wandel auszeichneten.

Von den Mitgliedern der Familie nach der Theilung in zwei Li-nien gedenken wir:

1) des Leoin v. V., welcher Domprobst zu Hildesheim und Hal-berstadt wurde, wegen seiner Rechtschalfenheit, Leutseligkeit undKlugheit theils als päpstlicher Commissarius, theils als von den Par-theien erwählter Vermittler mehrerer wichtiger Streitigkeiten zwischenbenachbarten Fürsten und Stiftern beilegte, und mehreren Einwohnernzu Halberstadt, welche sich zur protestantischen Lehre hinneigten undder Religion halber verfolgt wurden, Schutz gewährte. Er starb am8. Mai 1531.

2) Des Achaz v. V., welcher in Italien die Rechte studirt hatte,1564 knrfürstl. brandenburgischer Rath wurde, viele gelehrte Kennt-nisse besass, mit mehreren Gelehrten einen ausgedehnten, besonderstheologische Gegenstände betreffenden Briefwechsel unterhielt, aufEinladung des Herzogs Julius von Brannschweig am 15. Octbr. 1576der Inauguration der Universität zu Helmstedt beiwohnte, 1585 dasSchloss und Gut Ostrau und 1586 das Gut Dingelbe erkaufte und am12. Novbr. 1588 starb.

3) Friedrich August v. V., geboren im Jahre 1709, und gestorbenden 19. April 1775, war von 1747 bis 1755 Präsident des Hofgerichtszu Wolfenbiittel. Durch sein umsichtiges Benehmen als Mitglied derLandstände zu Magdeburg und Halberstadt in den Bedrängnissen dessiebenjährigen Krieges ist er dem Könige Friedrich II. von einer sovortheilhaften Seite bekannt geworden, dass ihm dieser eine Staats-Ministerstelle antrug, welche er aber wegen seiner bereits wankendenGesundheit abzulehnen genöthigt war.

Bei Stiftung des hessischen Löwenordens erhielt er diesen Orden.Er liess bereits 1754 auf seinem Gute Harbke von ausländischenBaum- und Straucharten, wovon er Saamen, Pflanzen und Pflänz-linge aus England und Holland kommen liess, einen ansehnlichenPark anlegen, und so wurde von ihm (in Verbindung mit dem Frei-herrn v. Münchhausen auf Schwöbber, Verfasser des Hausvaters) dieCultur ausländischer Hölzer und Pflanzen zuerst in Deutschland ein-geführt, und der Sinn für Parkanlagen geweckt, indem, nachdem dieErfahrung den günstigen Erfolg jener Anlagen bewährt hatte, von