Tschudi v. Creplang.
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gewesen, und ist in der grossen Sclilacht in Egypten wider Saladinim Jalire 1087 geblieben. Veike's v. T. Bruder, Johann v. T.', warein Ritler des Tempelordens und ist mit Herzog Casimir im Jalire1217 zum heiligen Grabe gezogen. Waltmnr Veihc v. T. und seinebeiden Brüder Claus und Henning sind Ritter gewesen. Jacob MiizeV. T. hat die Stadt Daher im Jahre 1442 den Denrizen, denen schonfrüher das Land Daher von dem Fürsten geschenkt war, cedirt, unddie Woldenburg, daran er nur den vierten Theil gehabt, wieder halbbekommen. Jacob v. T., dessen Bruder, ist Ritter des deutschenOrdens gewesen. Lorenz v. T. auf Schmeckewitz und Borstorif ist ineinem Alter von 83 Jahren im Jahre 1595 gestorben, und hat vierSöhne, Jacob, Paul, llans und Lorenz, nachgelassen. Lorenz v. T.ist Rathsverwandter zu Stettin im Jahre 1577 gewesen ; seine Gemah-lin, Margarethe, war die Tochter des Rathsverwandten Johann Schwel'lengräber zu Stettin. Aus dieser Khe ist eine Tochter, Anna v. T.,welche iin Jahre 1596 den Bürgermeister Senior Geiselbrecht zuStettin zum Gemahl gehabt, nachmals den Theodor l'lönnies, fiiistl.pommerschen Hofrath. — Aus diesem Geschlecht ist auch Elisabethv. T. an Heinrich v. Wesel, Rathsverwandten in Anclani, veiheirathetgewesen. Schon im Jahre 1323 wird Ritter Johann v. T. in den an-clamschen, und Hennig v. T. 1320, Nicolaus v. T., fiirstl. Rath, 1339in den stettinschen Privilegien als Zeugen angeführt. Leopold TundHans v. T. werden in dem Verbiindnisse der Stadt Greiifenberg widerTreptow im Jahre 1459 mit angeführt Im Jahre 1391 ist Herrmannv. T. der ältere in Chantze und Herrinann der jüngere in WarvekowKrbsassen gewesen. Im Jahre 1406 wird Egganl v. T. in Chantzegenannt. (Micrälius, pornmersche Chronik. Vf. p. 535.) Claus undHippolyt v. T. werden im Jahre 1354 in dem Verbündnisse des Adelsin Hinterpommern mit der Stadt daselbst gefunden.
Die v. T. führen im Schilde ein blaues Feld, und auf dem Helmeein Einhorn.
Tschudi von Creplang,
Meyer (Majores oder Major, Mayenr, Maire) von
Cllarus.
Eines der ältesten und ansehnlichsten Geschlechter der Schweizim Canton Glarus (ehemals auch Tschudy, Schudy), welches sichauch im Canton Uri in der Stadt Rapperschwyl, im Canton St. Gallenund in Lothringen und Franken verbreitet hat, und wovon jetzt meh-rere Sprösslinge im preussischen Militairdienste stehen oder standen.Andere Linien, die jetzt ausgestorben sind, waren auch Erbbürger zuZürich, Basel und Bern. Dieses Haus gehörte zu denjenigen — fürst-lichen nicht ausgenommen — welche ihre Genealogie diplomatisch er-wiesen bis zum Jahre 906 hinaufführen können, wie es aus einemLehnsscheine Jtudolplis T. v. Creplang, Meyer's von Glarus, an dieAebtissin Bertha des Stiftes Seckingen vom Jahre 1029 hervorgeht.In dieser Urkunde wird er Sohn von Ulrich, Sohn von Johann, Sohnvon Rudolph, Sohn von Johann, alle Frei geboren, genannt, die seit906 mit dem Erbamte der Majorei von Glarus von dem Stifte Seckin-gen beliehen worden waren. Die Majorei besass diese Familie bis1256, und die Herrschaft Creplang mit Unterbrechung bis 1651, auchbesassen sie die Burg Flums als bischöiliches und churisches Lehns-Vitzthumat, welches König Friedrich dem Heinrich T. v. Creplang,Meyer von Glarus, den er 1219 zum Ritter schlug, zu einer Freiherr-V .Zedlitz Adels-Lex. Suppl. -Bd. 29