Scharowetz — Schaurotb.
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Majestät stellten ihn als General-Quartiermeister bei dem Corps desGeneral-Lieutenant v. LTistor| an. Später stand der General v. S.an der Spitze der Kriegsverwaltung. Im Jabre 1S10 zog er sieb vonseinem Standpunkte zurück, und legte seinen Posten als Chef desKriegsdepartements nieder, verblieb aber in königlichen Diensten undführte nach wie vor die Leitung aller Armirungsangelegenheiten desHeeres. Im Jahre 1811 machte er eine sehr geheim gehaltene Ge-schäftsreise nach Petersburg, und bald nach seiner Zuriickkunft begaber sich in denselben Angelegenheiten nach Wien. Der eigentlicheZweck dieser Reise ist niemals bekannt geworden. Als im Jahre 1812Preussen nothgedrungen war, mit Frankreich einen Allianz-Contractzu schliessen, aber schon während dieser Unterhandlung ein franzö-sisches Armee-Corps unter Marschall Davonst's Befehl in Berlin ein-rückte, machte der General v. S. von Breslau aus den Vorschlag, imschlimmsten Falle die Garnison von Berlin und Potsdam zu vereini-gen, um sich mit derselben, den Degen in der Hand, einen Wegnach Schlesien zu öffnen. Se. Majestät sandten den verdienstvollenGeneral v. S., zur Beförderung des Abschlusses der Verträge mitKussland, zum Kaiser Alexander nach Kaiisch. Zum General-Lieu-tenant ernannt, ging v. S. als Chef des Generalstabcs der schlesischenArmee mit dem Heere nach Sachsen. Seine Thätigkeit und seinoUmsicht förderte zugleich die Organisation und die Ausrüstung derLandwehr. Schon bei den ersten Gefechten im Jahre 1813, mit wel-chen der grosse Kampf bei Gross- und Klein-Görschen eröffnet ward,traf den General v. S. eine Kugel, die ihn am linken Beine verwun-dete; er wurde nach Zittau in der Oberlausitz gebracht, und manhielt die Wunde nicht für gefährlich. Der General liess sich nichtabhalten, eine Reise nach Wien in den Angelegenheiten der Verbün-deten zu unternehmen, sein Zustand aber verschlimmerte sich aufdem Wege dahin so bedeutend , dass er nur Prag erreichen konnte.Hier erfolgte am 28. Juni 1813 sein Tod. Seine irdischen Ueberresteruhen nun unter einem schönen Monument auf dem Invaliden-Kirch-hofe bei Berlin. — Von seinen Söhnen lebt noch der gegenwärtigeOberst in der Artillerie v. S., welcher mit einer Tochter des verstor-benen Fehlmarschalls Grafen v. Gneisenau vermählt war. Aus dieserEhe sind zwei Söhne und eine Tochter. Ein anderer Sohn des Ge-neral-Lieutenants starb als Rittmeister a. D. Er war mit einer Grälinv. Schlaberndorf vermählt und seine minorennen Kinder besitzen einGut bei Teltow. — Die Familie v. S. führt ein blaues Wappenschild,in demselben ein von dem obern rechten zum untern linken Winkelgezogener silberner Balken. Auf dem llehne liegt ein blau und sil-berner, mit drei silbernen Straussenfedern belegter Bund. Die Dek-k e n sind Silber und blau.
S cli aro wetz, die Herren von.
Ein Zweig des böhmischen Geschlechts Scharowetz v. Scharowawendete sich nach Mähren in Schlesien, wo er sich im Troppauschenansässig machte. — Johann Christoph S. v. Scharowa war 1720 desFürstenthums Troppau Landrechts-Assessor. — Mehrere Zweige die-ses Hauses waren auch im preussisch Schlesien begütert; hier starbam 31. Jan. 1S38 ein Herr v. S. auf Bothendorf.
Schaurotb, die Herren von.
Die altadelige Familie v. S. gehört Franken, Thüringen und dem