Roda — Rode.
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Roda, die Herren von.
Ein erloschenes altadeliges Patrizier-Geschlecht zu Erfurt. Gotl-schalck v. R. , Bürger zu Erfurt und grätl. gleichischer Vasall, kommtmit Andern als Zeuge in der Bestätigengs-Ürkunde für das Prediger-Kloster, welches Graf Heinrich v. Gleichen demselben 1240 liir denPlatz, wo es erbaut, und noch zwei andere ertheilte Plätze, gab,vor. Adelheid v. Ii. und XJtha, Wittwe Ilcrtwitfs v.ll., werden in einerUrkunde von 1301 gedacht, in welcher der Gral' Heinrich v. Gleichender jüngere den Verkauf des Teiches von Moebisburg und 2£ IlufeLandes zu Roda von Ritter Ulrich v. Cobenstedt an Heinrich denJüngern Vitzthum zu Erfurt bestätigt. In dem Verkaufe der DörferUrbich und Neusalza bei Erfurt von gedachtem Grafen v. Gleichen anDietrich v. Sachsa und Dietrich und Albert, Gebrüder v. Neusalza, imJahre 1303 kommt Otto v. Roda, Rathsmitglied zu Erfurt, unter denZeugen vor, und wird noch in der Willkühr (Gesetzbuch) der StadtErfurt vom Jahre 1313 gedacht. Das Geschlecht kommt noch 1461vor, bald darauf scheint es erloschen zu sein. Der Stammort ist dasDörfchen Roda; eine Stunde von Erfurt unter dem Steiger im Her-zogthume Sachsen-Gotha, wo dasWirthschaftsliaus jetzt steht, das vonden Erfurter Spaziergängern häufig besucht wird, stand vor Altersder Edelhof v. Roda; indess gehörten die adeligen Herrschaftsrechte(bis auf einige Zinsen zugleich) schon 1403 dem Lehnsherrn, demGrafen v. Gleichen, wie man aus der zehnjährigen Verpfändung die-ses und einiger umliegenden Dörfer an die Stadt Erfurt (von diesemJahre) ersieht. 1426 kauften die Grafen v. Gleichen Roda mit Bi-schoüsleben und (Korn-) Hochheim von Erfurt wieder ein, versetztensie aber an die Patrizier Erhardt v. Sachsa und seinen Sohn für 300Mark löthig Silber, für welche Summe sie aber gänzlich, 1444, anFriedrich und Wilhelm v. Sachsa kam. Die Patrizier v. Sachsa be-sassen schon vor dem löten Jahrhundert Grundstücke und Zinsen zuRoda, die in späteren Zeiten an die Patrizier Naeke kamen, und vondiesen an die Familie Ritsehl v. Hartenbach gelangten. Jetzt sindder Edelhof, so wie alle seine Rechte daselbst verschwunden.
Rodde, die Freiherren von.
Ein Freiherr v. IL auf Zibuche ist Ritter des preussischen Johan-niter-Ordens. — Ein Lieutenant Baron v. R. steht im Garde-Husa-ren-Regiment zu Potsdam.
Rode, die Herren von.
Zwei Familien dieses Namens haben von preussischer Seite einAdelsdiplom erhalten. Die erstere am 6. Juli 179S, die andere am16. Octbr. 1803. Sie gehören dem Dessanischen Lande an, wo dasHaupt der Familie Präsident war. Eine Tochter des Präsidenten istdie Wittwe des verstorbenen Kammerherrn und Hofmarschails desPrinzen Friedrich v. Preussen, Grafen v. Hake, die früher an einenv. d. Osten vermählt war und von demselben die Güter Hausdorf undFlemischdorf bei Neumark ererbt hatte. Einer ihrer Brüder war zu-erst in preussischem, später in österreichischem Wilitairdienst. DieseFamilie führt ein quadrirtes Wappen, im ersten und vierten Felde ei-nen Adlerlliigel, im zweiten und dritten blauen Felde aber drei Rosen,und auf dem Helme drei silberne, mit den Rosen belegte Straussen-federn. Decken schwarz, blau und Silber.