Raczcnski — Raesfeldt.
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Raczcnski, Herr von.
In Schlesien war 1760 Maximilian Ferdinand v. R., Herr auf Sä-gewitz, königl. preuss. Landrath des Kreises Breslau.
Railowitz, die Herren von.
Dieser adeligen Familie gehört an: der Major v. R., der aus hes-sischen Diensten in die preussische Armee eintrat, im Generalstabeangestellt wurde, die Stelle eines Chefs des Generalstabes bei demGeneral-lnspect. der Artillerie bekleidete und gegenwärtig als Militair-commirearius bei der deutschen Bundes-Commission in Frankfurt amMain fungirt. Kr ist einer der gelehrtesten Offiziere der Armee.
Raesfeldt, die Freiherren von.
Das Geschlecht der Freiherren v. Raesfeldt, oder wie die ältereSchreibart war, Raesveit, ist eins der ältesten westphälischen Dyna-sten-Geschlechter, und sein ursprüngliches Stauimschloss ist Raesfeldim Münsterlande, welche Herrschaft Margarethe, Tochter von JohannB. zn Raesfeld und der Friederika v. Rhede an ihren Gemahl Herr-mann Dynasten v. Velen brachte, welcher 1563 damit belehnt ward.Alexander v. R. lebte um das Jahr 1264. Schon in der ältesten Zeitwar das Geschlecht aber auch auf Ostendorf an der Lippe ansässig,von wo namentlich Bitter v. R. den Bischof Ludwig v. Münster, einenLandgrafen von Hessen, aus der Gefangenschaft des Grafen Engelbertv. d. Mark befreite und um 1350 die Stadt Haltern einnahm. SeinSohn Jan sagte im Jahre 1394 dem Bischof von Utrecht, Friedrich,aus dem Geschlechte der Grafen v. Blankenheim, die Fehde an:Friedrich fiel darauf ins Münsterland ein und plünderte Ostendorf.Jan v. R. machte das Land noch lange unsicher und konnte wegenUnterstützung der Burginänner zu Nienborg nicht zur Ordnung ge-bracht werden.
Stifter «1er Ostenilorfer Speeiallinie war Johann v. R. zu Oslendorf1509, vermählt i) mit einer Grälin v. Hoya, 2) mit Judith v. Wylich.Diese Linie erlosch 1747 mit Frans Arnold, Gemahl der Johanna Jo-sina Droste zu Vischering. Ein Bruderssohn jenes Johann und derNeesken Korif genannt Schmiesing war Johann, Burggraf, Voigt zuDrosten, welcher 1555 starb und zu Wesel in der Begynnenkirchebegraben liegt. Dieser ist Stammvater in directer Linie des Johannl 'eter, königl. preussischen Geh. Rath, clevisch-märkischen Regierungs-l'räsidenten und Kanzler, Bannerherrn von Geldern und Zütphen,Herrn der Herrschaft Bronkhorst und Ciarenbeck, Ritter des Ordenspour le merite. Dessen Bruderssohn, der cleve-märkische Geh. RathFriedrich Samuel, war der Vater von Friedrich, königl. preuss. Land-rath und Herrn der freien Herrlichkeit Winnenthal und Borth, ver-mählt mit Charlotte Freiin v. Romberg aus dem Hause Brünning-hausen, und von Ferdinand, Herrn v. Tervoort, vermählt mit Geor-gette Freiin v. d. Borck aus dem Hause Langendreer. Krsterer hin-terliess nur eine Tochter, Charlotte, vermählt an den Freiherrn v.Reichmeister auf Sandfort, des St. Johanniter-Ordens Ritter; Letzte-rer ist der Vater des Freiherrn Karl v. R. auf Tervoort und Borg,und des F'reiherrn Ludwig v. R., königl. bairischen Forstmeisters zuAnsbach. — Ausser den Genannten blühten in früheren Zeiten nochdie Linien R. v, Haineren — Liittgenhove — Romberg — Haofort —Kmbt u. a., und war Bernhard, Bischof von Münster, ein Freiherr