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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Orlik.

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jlirem Namen erbauten. Kinen v. 0. liess König Wenzel 1405 alsUnterkämmerer von Böhmen hin richten. Sie breiteten sicli auchschon früh in Polen aus, wussten auch hier ihr grosses Ansehen zuerhalten, und führten von ihrer Besitzung Laziska den Beinamen.Eine Seitenlinie erhielt zu Boleslaus distortus Zeiten den BeinamenNowina, nach einer Handhebe im Schilde, die ihnen als Zeichen ta-pferer Erstürmung einer Eestung Noven gegeben ward. Als Ladis-laus v. O. und Laziska, als Anhänger des Erzherzogs Maximilian,diesen zu Ende des 15ten Jahrhunderts nicht zum Könige von Polenerwählt sah, folgte er dem Erzherzoge nach Mähren, bekleidete dortdie angesehensten Aemler und starb, 91 Jahre alt, von seiner Ge-mahlin Sophia, Freiin v. Listius, die 1606 starb, sechs Söhne hinter-lassend. Von dem ältesten derselben, Johann Christoph , stammen diespätem, in Mähren als Herren v. Schönstein n. s. w. ansässigen,später in den Grafenstand erhobenen Geschlechter ab, die mit demkaiserl. österreichischen Obersten, Grafen Johann Baptist Karl Antun,vermählt mit der verwittweten Grätin Larisch, geb. Gräfin Hoditz, imAnfange des löten Jahrhunderts erloschen. Der fünfte Sohn desLadislaus v. O. und Laziska, Samuel v. O. auf Kitzei (wahrscheinlichin Ungarn), hatte von seinen Gemahlinnen, Sabina Sibylla v. Purk-Stall und Wagrain und Eva Freiin v. Kauber, vier Söhne und zweiTöchter, wovon die erstem mit dem Vater zur augsburgischen Con-fession übergingen, weshalb von ihren fernem Schicksalen nichts be-kannt ist.

Die in Polen und in der Ukraine zurückgebliebene Linie starbder Angabe nach mit dem französischen Marechale de camp, PeterGrepor V .O., der in der Schlacht bei Bergen im siebenjährigen.Kriegeblieb, aus; doch gab es nach der Rangliste noch in der Legion desHerzogs von Maillebois in den ersten Kevolutionskriegen einen Lieu-tenant v. O.

Auch in Schlesien haben nach dem grossen (schlesischen) Univer-sal-Lexicon in früherer Zeit Orlichs existirt, und ist der Name nochan verschiedenen Orten in der Gegend bei Landeck zu finden.

Die Seltenheit des Namens v. O., den jetzt nur noch die inPreussen lebende Familie führt, lässt fast mit Gewissheit annehmen,dass alle dieses Namens gleichen Ursprungs sind; um so mehr, dadie noch existirende Linie von einem Martin v. O. abstammt, dessenVater während des dreissigjährigen Krieges der Religion wegen ausBöhmen vertrieben ward (dessen Vorname wahrscheinlich beim Ueber-tritt zur protestantischen Religion und, allem Vermuthen nach, auchdessen Wappen geändert), wie dies Fabricius, "früher Prediger znMagdeburg, in einer Schrift:Stephan Vilcoux wunderbarer Wegendes Allerhöchsten, Wittenberg 1679" auf der vorletzten Seite berührt.Vielleicht war es einer der Söhne des oben aufgeführten Samuel v. O. Martin v. O. heirathete 1636 in Magdeburg die Tochter des Prä-sidenten und Bürgermeisters von Magdeburg, v. Alemann, deren Mut-ter eine Tochter des holsteinschen Kanzlers v. Schultzen war. Krfioli des Krieges wegen nach Hamburg, wo er noch 1636 starb,und seine Gemahlin am 27. April 1637 Ernst Marlin v. O. gebar.Dieser kehrte später in die Gegend von Magdeburg zurück, wo ersich ankaufte, doch auch in Diensten des grossen Kurfürsten gewesensein muss, da seiner der Statthalter von Halberstadt, General-Lieu-tenant Graf Dohna, in einem Schreiben an den Minister GrafenSchwerin vom 6. Novbr. 1658 erwähnt, und er auch im Tagebuchedes Grafen Schwerin über die Erziehung der Prinzen Emil undFriedrich unter dem 28. März 1668 namhaft gemacht wird.