Monscliaw.
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Paris bekleidet; ilnrcli seine Massigkeit in den kritischen Zeitumständenhat er sich den Dank des Vaterlandes und die Achtung der Zeitge-nossen erworben ; seine in franzosischer Sprache erschienenen „Me-moires" in zwei Händen sind von geschichtlichem Werth für denCanton Waadt. — Die Herren M. v. Froideville in Prenssen habenden Namen lYlonod nicht abgelegt, wenn gleicii sie gewöhnlich sichhlos „v. Froideville" schreiben. Die Linie in Baiern aber, welchewahrscheinlich in Berücksichtigung der Verdienste des königl. bairischenOfliziers, Theodor Alexander M. v. F.,, die franzosische Freiherren-wiirde vom Kaiser Napoleon am 8-Juni 1811 erhielt, hat dem NamenMonod gänzlich entsagt. Nocli bildet das Geschlecht drei Linien:
1) Die Monod im Canton Waadt, welche den Adel nicht ge-brauchen.
2) Die Monod v. Froideville, welche den Adelstand führen, inPrenssen.
3) Die Freiherren v. Froideville, welche bei Erlangnng der Frei-herrenwürde dein Nainen Monod entsagt haben, in Baiern.
Der Stammvater des Geschlechtes ist Gabriel M. v. F., Herr znFroideville, Ballens, Mitherr zu Yens, der den Adel durch den An-kauf dieser adeligen Güter erlangte ; er verheirathete sich zu Anfangdes ISten Jahrhunderts mit dem Edelfräulein Susanne v. Crousaz,Tochter Davids v. Crousaz (aus dem adeligen Hause Crousaz-Chex-bres), Herrn zu Mezery, Bürgermeister der Freiberner SchutzstadtLausanne, und seiner Gattin Louise, geb. Edlen Rosset v. Prilly.
Aus der freiherrlichen Linie in IJaiern lebt gegenwärtig FreiherrAlexander Heinrich Theodor v. F., der am 4. Decbr. 1817 im königl.bairischen Adelsbuche immatriculirt wurde (Lenz, bairisches Adels-Lexicon). Zu dieser Familie gehörte auch Caspar NoH M. (geb. 1717,gest. 17S3), der Pfarrer zu Genf war, und als Uebersetzer mehrererenglischen Werke in die französische Sprache in der literarischenWelt bekannt geworden ist. — Nicolas M. war 1594 einer der Ge-richtsgeschwornen der Gemeinde l'Isle in der damaligen LandvoigleiMorges. — In dem, der Waadt benachbarten Canton Wallis warAnton M. 1534 Gross-Castellan oder Landvoigt zu Syders, und imHerzogtlmm Savoyen war Peter M. (geb. 1586, gest. 1644), Jesuit znChambery, denkwürdig als Literat. Von seinen grösstenteils histo-rischen Werken verdient Erwähnung: „Traite du titre de Loi du le-gitimement h la Serenissime maison de Savoye, avec un abrege desrevolutions du Royaume de Cypre appartenant ä la Couronne."
Das Stammwappen dieser Familie enthält im Schilde ein goldenesHerz, von drei silbernen Sternen begleitet, im blauen Felde ein wach-sender silberner Löwe auf dem oll'enen Turnierhelm. Decken blau,Gold und Silber.
M. s. Lang's bairisches Adels-Lexicon. Leu, Schweiz. Lex. II.S. 62, u. IV. S. 23(h Dict. hist. crit. et bibliogr. XIX. p. 259—260.Documens relatifs ä l'hist. du Pays de Vaad, p. 350, 570 etc. May,hist. milit. de la Suisse, en VII. p. 481—482, Lutz, Nekrolog denkwürd. Schweizer, S. 351 u. 352 u. s. w.
Monscliaw, die Herren von.
Eine adelige Familie in der Rheinprovinz. — Peter Joseph v. M.ist Landrath des Kreises Kempen im Regierungs-Bezirk Düsseldorf. —Heinrich v. M. zu Sinzenig, Friedrich v. M. zu Cöln. — Maria HubertJoseph Anton v. M. zu Seltenem im Regierunge-ßezirk Coblenz.
v. Zedlitz Adels-Lex. Suppl.-Bd. 22