Druckschrift 
Suppl. 1 = 5 (1842)
Seite
297
Einzelbild herunterladen
 

Lancizollo Landsberg.

297

Eduard v. L., ist der gegenwärtige künigl. Ge!i. Ober-Regierungsrathund Director der Hauptbank. Die Wittwe des Intendanten v. L , geb.Daring, und die Wittwe des Gell. Kegierungsraths V.L., geh, Kanne-giesser, leben in ßerlin.

Lancizolle, die Herren von.

Sie stammen ans einer adeligen, der ehemal. Provinz Langnedooin Frankreich angehangen Familie, die früher den Namen Deleuzeführte. Zuerst kommt bei uns Jean Deleuze-Lancizolle de St. Ger-main dans les Cevennes vor. Kr starb 1744 zu ßerlin in dem ehrwiir-,iligen Alter ,vpn 94 Jahren. Von seinen Sölinen war Jacquv de L.Capitain im Ingenieur-Corps; er starb 1762 in Neisse, Aus der Ehemit Margarethe de Kehole hinterliess er zwei Siiline. Von ihnen starbJean Eticnnc v, L. im Jahre 183S zu Berlin als Geh. ßegierungs- undvortragender Rath im Ministerium der geistlichen Angelegenheiten,Kr hat zwei Sohne hinterlassen, der ältere, Ludwin Heinrich v. L., istI)r, und Prof. der Rechte an der Universität zu ßerlin, der jüngere,Wilhelm Karl Ludwig v, L. ist seit 183S Legationsrath,

Lancken, die Herren von der.

Eine der ältesten und vornehmsten Familien in Vorpommern undnamentlich auf der Insel Rügen, wo dieselbe schon seit dein Jahre1)90 begütert ist. Zuerst kommt Heinrich v. d. h. unter Herzog Bo-gislav X. vor. Christoph v, d. L. war 1628 Landvoigt auf Rügen.Christoph Adain v. d. L. war 1662 pommerscher Gesandter auf demReichstage zu Regensburg. Noch in der Gegenwart ist die Familieim Regierungsbezirk Stralsund und namentlich auf der Insel Rügenreich begütert. Das alte Stammgut Lancken, die Güter Lankenburg,Plüggentin, Woldenitz, Ziirckwitz u. s. w. sind noch gegenwärtig inden Händen dieser vornehmen Familie. Eine Linie derselben ist oderwar auch im Holsteinschen ansässig. Aegidius v. d. L. starb 1631 alsherzog! holsteinscher Geh,-Rath, Hofmarschall, Gouverneur zu Got-torf und Probst zu Lübeck und Pretz. Eine andere Linie hat denBeinamen v. d. Lancken-Wackenitz angenommen; sie besitzt die schonerwähnten Woldenitzer Güter,: Sehr viele Söhne aus diesem Hausedienen gegenwärtig als Offiziere in der Armee; mehrere sind mit den»ejsernen Kreuze geschmückt. Die v. d. L. führen im f|uergetheil-ten, oben silbernen, unten blauen Schilde hier drei goldene Sterne,dort einen verkürzten rollten Löwen und auf dem gekrönten Helmeeinen goldenen Stern.

Landsberg, die Freiherren u. Herren von, Bd. III.

S. 197.

Eine sehr alte und vornehme adelige, und längst auch freiherr-liche Familie in Westphalen, deren Stammhaus gleiches Namens imIlerzogthum Berg zwischen Angerort und Verden liegt. Schon imlöten Jahrhundert ist sie in solchem Ansehen gewesen, dass das Dom-capitel zu Hildesheim 1482 HcrthoUl v. L. zum Bischof erwählte,welche Würde derselbe auch zu Verden erlangte. Dioderich v. L. aufErwitte war 1660 Oberdrost in Westphalen , und hinterliess Franz Jo-seph v. L., auf welchen 1698 bei der Bischofswahl zu Osnabrück Re-flexion gemacht wurde. Er begnügte sich aber mit seinem Canonicat,