294 Kuffka — Kunkel v. Löwcnstern.
storhene Geh. Staatsrath K,, zuletzt ausserordentlicher Gesandter undbevollmächtigter Minister in Carlsruhe, wurde von des jetzt regieren-den Königs Majestät am 26. Jan. 1815 geadelt und unter dem 21. Juni1822 erhielt derselbe ein zweites Diplom. Der älteste setner Söhneist der Major v. d. Armee, Geh. Legationsrath, ausserordentliche Ge-sandte und bevollmächtigte Minister am Hofe des Königs beider Si-cilien, Ritter hoher Orden v. K. Ein jüngerer Bruder ist Secretairbei derselben Legation; ein dritter Bruder ist Regierungs-Assessor heider General-Commission in Stargard; ein vierter Kammergerichts-Assessor in Berlin. Die Wittwe des Geh. Staatsrath v. K. lebt aufdem der Familie gegenwärtig ungehörigen schönen Rittersitz Lomnitzbei Hirschberg in Schlesien. Das Wappen der Familie v. K. ist eingoldgerändertes, halb silbernes, halb blaues Schild. In der silbernenFeidung steht ein schwarz gekleideter Küster, in der rechten Handden Kirchenschlüssel, in der linken ein Gesangbuch haltend; in derblauen Feidung schwebt das eiserne Kreuz. Auf dem Helme wehendrei silberne Straussenfedern. Decken rechts blau und Silber, linksSilber und schwarz.
Kuffka, die Herren von.
Der gegenwärtige Rittmeister im lsten Ciirassier- Regiment K.,Ritter des eisernen Kreuzes 11. Classe, erworben bei Leipzig, ist vondes jetzt regierenden Königs Majestät in den Adelstand erhoben wor-den. Sein Vater war der Rittmeister K., früher in dem Husaren-Re-giment v. Schimmelpfennig, zuletzt im 4ten Husaren-Regiment, ge-storben a. D. im Jahre 1826.
Kuhla, die Herren von.
Dieses altadelige Geschlecht stammt aus dem Stifte Bremen, undsoll früher v. Sellingen oder Seising 'geheissen haben, später abernach einem jetzt in Trümmern liegenden Schlosse, unweit Stadegelegen, Kuhla genannt worden. — Herrmnnn v. K., churbranden-burgscher Rittmeister, wurde am 17. März 1637 bei Göritz erschossen,und liegt zu Küstrin begraben.
Kunkel v. Löwenstern, die Herren.
Ein Edelmann dieses Namens hatte sich am Ende des 17ten Jahr-hunderts als Alchyinist bekannt gemacht. Es war ihm die heutigePfaueninsel zum Schauplatz seiner Forschungen und seines Wirkensvom Churfürsten überlassen worden und mehrere Jahre hindurch be-fand sich sein Laboratorium auf dieser Insel, die damals der Kra-nichswerder hiess. Der eigentliche Aufenthaltsort des K. v. L. war dasDorf Clado, in welchem er eine kleine Besitzung hatte. Später habenmehrere Edelleute dieses Namens im preuss. Heere gedient, ohnedass wir im Stande sind, anzugeben, in welcher Beziehung siezu dem oben Erwähnten gestanden oder stehen. Ursprünglich stammendie v. L., früher mit dem Zusätze Kunkel geschrieben , aus Schwe-den, wo ihr Ahnherr Johann K., der aus Deutschland dahin gekom-men war, von Karl X. geadelt wurde. Noch gegenwärtig steht einMajor K. v. L. in preussischen Diensten: er ist Divisions-Adjutant zuPosen und Director der Divisionsschule daselbst, auch Ritter des ei-sernen Kreuzes. M, s. Gauhe, Anh. 1666. Zedier, TJ.Lex. XVlll. 249.