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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Kien Kicscwcttcr.

Kien, die Herren von, Bd. III. S. 107.

Wappen. Ein in Gol<l und Silber gespaltenes Schild, hier aufgrünem Rasen ein wilder, um Kopf und Hüften bekränzter Mann, dereinen Kienbaum in der rechten Hand hält 5 in dem goldenen Feldewird der gekrönte schwarze Adler halb sichtbar. Auf dem Helmewiederholt sich der wilde Mann wie im Schilde, zwischen zwei schwar-zen Adlerflügeln. Decken rechts schwarz und Gold, links roth undSilber.

Kiesewetter, die Herren von, Bd. III. S. 108.

Ein altes adeliges Geschlecht im Meissnischen und in der Ober-lansitz. Zuerst findet man einen Otto v. K., welcher 1349 der StadtGörlitz gegen einen Befehder, llitscher v. Stackwitz, beistand, aberbei Verfolgung desselben bis in das Friedländische dem Friedrich v.Bieberstein in die Hände gerieth und sein Leben einbiisste. Hernhanlv. K., geb. 1399, besass .Ylögkel in Schlesien und zeugte 1459 Noubv. lt., welcher das Gut Oechelhermdorf in Schlesien an sich brachte.Dessen Sohn, Hieronymus v. It., wandte sich nach Sachsen, wo erzu grossen Ehren gelangte. Er wurde nämlich Doctor Juris bei Her-zog August Stiftskanzler zu Merseburg, der ihn mit nach Weissenfe'san seinen Hof nahm und nach erhaltener Kurwiirde zum kurfürstlichenKanzler und Geh -Rath machte, worauf er in den wichtigsten Ange-legenheiten gebraucht wurde. Er war mit bei dem naumburgischenVergleich zwischen Kurfürst August und dem abgesetzten KurfürstenJobann Friedrich 1554, bei der neuen Fundation der Universität Wit-tenberg 1569, bei Ausfertigung der Constitutionen! Electoralium 1572und andern wichtigen Vorfällen beschäftigt. Hans Christirin v. K. warbeim Anfange des 18ten Jahrhunderts Ober-Kriegscommissarius, wurde1706 Geh. Kriegsrath und General - Commissarius, stand sodann mitbei der Armee, die in Polen und Pommern kämpfte, gelangte 1717zur Würde eines Vice-Präsidenten des Geh. Kriegsrath - Collegiuin,ward 1730 General der Armee und 1733 wirklicher Präsident desGeh. Kriegsraths-Collegium. Huns Heinrich v. K. stieg in holländischenKriegsdiensten bis zur Charge eines Oberst-Lieutenants. Georg Hein-rich v. K. machte 1696 den Keldzug in Ungarn mit, begab sich einesDuells wegen in russische Dienste und stieg bis zum Oberst-Lieute-nant. Eliiis v.K. diente im dreissigjährigen Kriege in der kaiserlichenArmee und wurde in der Schlacht bei Lutter 1626 erschossen. OttoHeinrich v. K. machte 1682 den Feldzug in Ungarn mit, ward abervon den Türken gefangen und starb 1683 in dieser Gefangenschaft.Kurl Gottlob v. K. auf Leippe war königl. polnischer und kurfürstl.sächsischer Appellations - Rath. Dessen Sohn, Ernst Gottlob v. K.,Herr auf Wilke, Borau, Nida und Scheibe, war kursächsischer Land-Kammerrath und starb 1778 als Amts-Hauptmann des FürstenthumsGörlitz. Ernst Christian v. K. wohnte verschiedenen Feldzügen, na-mentlich in Polen bei, und ward der Stammvater des Hauses Wanscha.Karl Ernst v. K. that sich in vielen Feldzügen in Ungarn, Schlesienund Böhmen sehr hervor, wohnte der Schlacht bei Kesselsdorf 1745bei, verlor aber in der Schlacht bei Minden 1759 sein Leben. ErnstLudwig v. K. auf Wanscha war mit bei den Feldziigen in Polen, imReiche und in Ungarn, ward darauf Landes-Commissarius, dann 1762wirklicher Geh. Kriegsrath und starb als Landes-Aeltester im Fürsten-thum Görlitz. Noch nennen wir Gottlob Ernst v. IC. auf Werda, der,nachdem er sich in verschiedenen Feldzügen hervorgethan und bis