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Holtzliause».
jedoch auch Zweige in der Mark Brandenburg' schon in den frühestenZeiten bekannt gemacht haben. Schon unter Heinrich dem Voglererscheinen Bitter dieses Namens. Ludwig v. H. erscheint als Zeugein einer Urkunde, welche die Stadt Stendal betrillt, und welche imJahre 1324 ausgestellt war. Im Fürstenthum Minden liegt ihr gleich-namiges Stammhaus, und Detershagen und andere ansehnliche Be-sitzungen gehörten diesem Hause lange Zeiten hindurch an, nament-lich war das Schalkenlehn, mit dem noch zuletzt 1722 Friedrich v. II.belehnt wurde, in ihren Händen. Hilbert v. II. war 164S Statthalterim Clevischen. — Heinrich Christian v. II., geb. 1681 zu Grasleben,starb 1739 zu Potsdam als königl. preuss. Oberküchenmeister und Hol—marschall. Von seinen Söhnen war Christian Karl Friedrich königl.preuss. General-Major und Chef eines Infanterie-Regiments. Er starbam 1. Febr. 1797 zu Bromberg nach 50j;ihriger Dienstzeit. Victor warKrbherr auf Danzke ; Ferdinand Göttlich preuss. Dragoner-Hauptmann.Seine einzige Tochter Louise war zuerst an den Grafen Wilhelm v.Melin und nach dessen Tode mit dem preuss. Oberst-Lieutenant undFlügel-Adjutanten , nachmaligem General-Lieutenant Friedrich Wilhelmv. Götze vermählt, und ist somit die Mutter und Grossmutter derheutigen Grafen v. Götze. — Karl August v- H. war königl. preuss.Oberst im Regiment v. Hausen und starb zu Rastenburg in Ostpreus-sen. — Friedrich v. H. stand bei dem Dragoner-Regiment v. Brück-ner, später Gr. Herzberg; er lebte 1828 als Major a. I). auf seinemGute Kalkhof bei Riesenburg. — König Friedrich Wilhelm II. legi-timirte im April 1791 den natürlichen Sohn des Hauptmanns Ludwigv. 11. im Regiment v. Kalkstein (gest. als Oberstlieut. a. D. 1827).
Das Wappen ist ein silbernes Schild, darinnen ein abgehauenerWeidenstamin, auf jeder Seite mit einem abgestutzten Ast, an einemHohlwege stehend. Auf dem Helme ein schildestörmigerWeidenstamm.M. s. v. Krohne II. Bd. S. 145—146.
Holtzliausen, die Freiherren und Herren von.
Von diesem zum Theil freiherrlichen Geschlechte kamen mit deröstreichischen Armee Zweige nach Schlesien, namentlich auch nachHirschberg. — Johann Christ, v. H. starb zu Breslau im Jahre 1714.Johann Bernhard v. II. war Herr auf Schönwalde und starb 1725. —In der Gegenwart leben keine Zweige dieses Hauses mehr in Schle-sien, wohl aber blüht dasselbe in seinem ursprünglichen StammorteFrankfurt a. M. fort. Eine Linie desselben schreibt sich Freiherr v.II. zu Oede. Georg Baron v. H. zu Oede bei Frankfurt a. M. istRitter des königl. preuss. Jolianniter-Ordens, den noch zwei anderejüngere Mitglieder dieser Familie besitzen. Das ursprüngliche Wappendes Hauses sind drei weisse Rosen mit goldenen Pünktchen im schwar-zen Schilde; doch führen einige Aeste auch ein blaues Schild, daraufauf grünem Grunde zwischen zwei grünen Bäumen ein hölzernes Hausmit rothein Dache und umgeben von einem hölzernen rothen Gelän-der, welches auf weisser Schwelle steht und von weissen Säulen undgoldenen Kugeln zusammengefügt ist. Auf dem Helme erscheint einzum Schlagen eingebogener goldener Arm, der ein Schwert mit gol-denem Griffe in der Hand hält. M. s. Neues genealog. Handbuch1777. S. 250. 1778. S. 306 u. f. Nachtr. S. 67. Spener, Op. herald.P. I. p. 210.