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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Groeben.

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früher zum Kammerjunker und 1697 zum Nachfolger in den durchden Tod seines Vaters erledigten Amtshauptmannschaften Marienwerderund Kiesenburg ernannt, welche er später mit denen zu Osterode undHohenstein vertauschte. Er zog nach Jerusalem, auf den Libanon,Sinai und nach Egypten, focht mit dem venetianischen Heer auf Mo-rea gegen die Türken und im mittelländischen Meer gegen die Bar-baresken und gründete 1683 das Fort Friedrichsburg (jetzt Christians-burg) auf der Küste von Guinea. Zwei spanische Schilfe der Silber-ilotte wurden unter der Regierung des grossen Kurfürsten mit seinerHülfe erbeutet. Kr war mit Anna Barbara v. Schlieben, dann mitMaria Helena Reichsgräfin zu Waldburg-Truchsess und in dritter Ehemit Louise Juliane v. Kanitz vermählt, mit welcher er zwölf Kindergezeugt hat. Er starb den 30. Jan. 1725. Ein älterer Bruder vonOtto Friedrich blieb als Major gegen die Türken vor Wien 1683.

Conrad Heinrich v. d. G. aus dem Hause Quossen wurde vom Kö-nig Friedrich II. im Jahre 1740 zum Obersten und Commandern - einesneu errichteten Fiiselier-Regiments ernannt und nahm 1744 als Gene-ral-Major den Abschied. Mit seiner Gemahlin Johanna CharlotteLouise Freiin v.d. Heyden, Tochter des preuss. Generals v. d. Heyden,hat er viele Rinder hinterlassen. Er starb auf seinem Gute Arnsteinam 12. Mai 1746.

Heinrich Ludwig Wilhelm v. d. G., Johanniter-Ritter, blieb alskünigl. preuss. Major bei Johanniskreuz am 13 Juli 1794.

Georg Dietrich v. d. G. auf Quossen aus dem Hause Weeskeim-Nerfken war königl. preuss. General-Major, Chef eines Ciirassier-Re-giments, Ritter des Ordens pour le merite und Chef des Militair-Departements des General-Ober-Finanz- Kriegs - und Domainen-Directoriums. Einige nicht uninteressante militairische Werke sindtheils von ihm verlüsst, theils übersetzt. Er starb als Director desfünften Departements im Ober-Kriegs-Collegium 1795.

Wilhelm Ludwig Graf v. d. G., Solln des Landhofmeisters undStaats-Ministers Grafen Friedrich Gottfried, Ober-Burggraf des König-reichs Preussen und Hofmarschall Sr. königl. Hoheit des PrinzenWilhelm von Preussen (des Bruders Sr. Majestät), Ritter mehrererOrden, trat in dem Befreiungskriege 1S13 bereits im vorgerücktenAlter, obgleich früher Offizier und nun in hohem Range stehend, dochnur als Unteroffizier in das Regiment Prinz Wilhelm Dragoner ein.Er starb am 16. Decbr. 1829.

Wilhelm Graf v. d. G., Ritter des Ordens vom Verdienst, bliebam 2. Mai 1813 bei Lützen als Regiments-Adjutant im 3tcn Ciirassier-Regiment (Grossfürst Constantin).

Kurl Graf v. d. G., im 3ten Uhlanen-Regiment, fiel bei Leipzig1813.

Wilhelm Heinrich Otto v. d. G., Lieutenant im Regiment König-Dragoner, starb in Folge einer schweren, in der Schlacht bei Lignyerhaltenen Verwundung am 26. Juni 1815 in Brüssel.

Als eine Belohnung für Diensttreue wurde

1) der Landhofmeister Friedrich Gottfried v. d. G. mit allen sei-nen Nachkommen vom König Friedrich Wilhelm II. bei der Huldigungam 19. Septbr. 1786 in den Grafenstand erhoben. Diese Auszeichnungerstreckte sich auch noch auf

2) Ernst Wolfgang Alhrechl v. d. G. auf Schreegen und seineganze Descendenz (später Majoralsherr auf Ponarien), Johanniter-Ritler. Er hatte im siebenjährigen Kriege mit Auszeichnung gedient;seine beiden Brüder waren in der Schlacht bei Zorndorf 1758 rühm-lich gefallen.

v. Zedlitz Adels-Lex. Suppl.-Bd. 13