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Groeben.
der Ober-Marschall, der Kanzler, der Ober-Burggraf — waren alleauch Minister, niemals aber Mitglieder eines Collegiums.Letztere waren damals so abgezweigt, dass die Minister Chefs,z. B. des Consistoriums, waren. Unter sich bildeten sie ein beson-deres preuss. Ministerium. Zur Zeit der Kurfürsten führten sie denTitel „Regiments-Käthe", welcher dem der Minister gleichstand.
Wilhelm Ludwig v. d. G., Johanniter-Ilitter u. s. w., Herr aufLangheim u. s. w., stiftete am 23. Jan. 1772 das grosse Fidei-CommissLangheim-Siep unter genau bestimmten Anforderungen der Ahnen-probe; eine Stiftung, welche die Familie mit grossem Danke aner-kennt, da sie in dem grossen, geräumigen, eigends dazu erbautenSchlosse jährlich zur Vereinigung der Familie und ihrer nähern Ver-bindung mit einander dient und den männlichen, so wie den weib-lichen Theilnehmern eine willkommene Einnahme gewährt. Eine un-erlässliche Bedingung zur Theilnahme ist ein unbescholtener Lebens-wandel und eine unbefleckte Treue im Dienste des Königs und desVaterlandes.
Friedrich Gottfried v. d. G., Ritter des grossen rothen Adler- unddes Johanniter- Ordens, der zu der Würde eines künigl. preuss. wirk).Geh. Raths, Staats-Ministers, Ober-Marschalls und zuletzt Landhof-meisters im Königreich Preussen gelangte und, wie wir weiter untenanführen werden, in den Grafenstand erhoben wurde. Er war ver-mählt in erster Ehe mit Elisabeth v. Trscinska, von welcher ihm eineTochter, die nachmalige Grälin zu Eulenburg auf Prassen u. s. w.,geboren wurde; in zweiter Ehe aber mit Karoline Louise Grälin zuWaldburg-Truchsess, gest. 1798.
In der Armee und überhaupt im Felde haben sich sonst noch be-sonders ausgezeichnet:
Georg Heinrich v. d. G. aus dem Hanse Beestack, der zur Würdeeines kurfürstl. brandenburgischen General-Majors und Amthauptmannszu Marienwerder und Riesenburg gelangte. Er war mit Barbara v.Gattenhofen aus dem Ilause Norkitten vermählt und starb zu Marien-werder am 16. Octbr. 1694.
Johann Woljf v. d. G., holländischer Oberst, dann in englischenDiensten, Befehlshaber eines Regiments, starb 1692.
Friedrich Otto v. d. G., kurbrandenburgischer Oberst, Chef einesRegiments zu Fuss, Erb-Jägermeister der Kurmark Brandenburg,Amtshauptmann der Aemter Zechlin, Wittstock, Lindau u.s.w., starbam 23. März 1697.
Friedrich v. d. G., dessen bereits oben erwähnt worden und denauch Salvandy in seiner histoire de Pologne namhaft macht, königl.polnischer General-Lieutenant. Unter König Johann III. (Sobieski)focht er mit grosser Auszeichnung gegen die Türken und Tataren.Von dem Entsätze Wiens, wo er die vierte Infanterie-Brigade desrechten Flügels befehligte, wird das Zelt eines türkischen Paschas,welchen er mit seinem ganzen Gefolge gefangen nahm, noch in derFamilie bei dem Majorat Schwansfeld als Trophäe bewahrt; desgleichenbei dem Majorat Ponarien das Portrait des Pascha, welchen sein Sie-ger malen liess. Kr starb am 23- Mai 1712 als königl. preuss. Amts-hauptmann und Gründer mehrerer der bereits oben erwähnten Fami-lien-Stiftungen. Der Krone Polens gestaltete er ein Ciirass.-Regiinent.—Es dürfte hier der rechte Ort zu der Bemerkung sein, dass um vieledem Königreiche Polen geleisteten Dienste die Familie v. d. G. dasIndigenat dieses Reichs erhielt.
Otto Friedrich v. d. G., ein Sohn des Georg Heinrich , königl.polnischer General-Major. Er wurde vom Kurfürsten Friedrich III.