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Gaertncr.
Chef-Präsident zu Naumburg, Ritter des rothen Adlerordens II. Classeund des eisernen Kreuzes am weissen Bande. Dieser hat drei Kin-der, nämlich:
einen Solin, welcher preuss. Landwehr-Lieutenant und Besitzerdes im Königreich Sachsen belegenen Kitterguts Lichtenbergist, und zwei Töchter, von welchen die eine an den Land-und Stadtgerichts-Director und Kreis-Justizrath v. Könen, unddie zweite an den Rittergutsbesitzer Freiherrn v. Tümpling ver-lieirathet ist.
Der vierte ist der noch lebende Geh. Tribunalrath Karl Freiherrv. G. in Berlin, welcher eine Tochter und zwei Söhne hat, von wel-chen letztern der älteste vor Kurzem im Militairstande gestorben ist;endlich
der fünfte war seit 1798 Sons- und Premier-Lieutenant in der kö-nigl. sächs. Leib-Grenadier-Garde, nahm 1S10 seinen Abschied undstarb 1831 zu Dresden ohne Nachkommen.
C. Der dritte, Heinrich Ferdinand Kdler v. G., starb im Jahre1807 (also in einem Jahre mit seinem Bruder sub B.) als Regierungs-Director zu Glauchau in Schlesien, mit Hinterlassung eines Sohnes,des pensionirten königl. preuss. Majors, Karl Edler v. G., welchermehrere Söhne hat.
Von den beiden Töchtern des im Jahre 1760 verstorbenen Reichs-hofraths Edlen v. G. war die eine an den ungarischen Magnaten Frei-herrn v. Jeczenack verheirathet, von welchem sie zwei noch in Ungarnals Magnaten lebende Söhne hinterlassen hat. Die zweite war an densächsischen Stifts-Kammerrath Zeidler, und deren einzige Tochter anden Stifts-Kammerrath v. Schröder verheirathet, aus welcher letztern.Ehe deren noch lebender Sohn, der sächsische Amtshauptmann v.Schröder (einer der reichsten Gutsbesitzer), und des letztern Sohn,der königl. preuss. Kammerherr v. Schröder, herstammen.
Wappen.
Die Freiherren v. G. führen ein quadrirtes Schild; im ersten undvierten blauen Felde ist ein halber schwarzer Adler sichtbar, daszweite und dritte goldene Feld ist mit drei Querbalken belegt. EinHerzschildlein zeigt einen Baum auf grünem Hügel. Das Hauptschildist mit einer neunperligen Krone bedeckt und mit zwei gekröntenHelmen besetzt. Der erste trägt einen schwarzen Adlerliügel, derzweite einen Pfauenschweif. Zu Schildhaltern sind zwei Löwen ge-wählt. M. s. Gatihe II. Th. S. 327. Baron v. Hoheneck Beschreibungvon Oberöstreich I. Th. S. 294 u. II. Th. S. 14. v. Megerle S. 58u. 142.
2) Die Herren v. G. In der prettssischen Rheinprovinz leben ver-schiedene Mitglieder der Familie v. G., namentlich die Zurückgelasse-nen des am Anfange des Jahres 1838 in Trier verstorbenen Regie-rungs-Vicepräsidenten v. G. — Der Landrath, Hauptmann und Ritterdes eisernen Kreuzes II. Classe zu Arweiler und der Landrath Cott-slantin v. G. zu Bernkastell. Nicht zu bestimmen vermögen wir aber,ob die Letztern mit den Erstem von gleicher Abstammung sind; soviel ist uns jedoch bekannt, dass keine nahe Verwandtschaft zwischenbeiden Familien Statt findet. Endlich ist auch ein Major v. G. Füh-rer des zweiten Aufgebots vom zweiten Bataillon des 32sten Landwehr-Regiments in Spremberg.