Fulco — Funck.
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Fulco, die Grafen von.
In den alten schlesischen Briefen, sowohl verschiedener Klöster,als der Stadt Breslau, kommt der Name der Grafen F. vor, die ohneZweifel zu der hohen polnischen Familie und Wappen, Lis oder Bzura(Mzura) genannt, zu rechnen sind. Conf. Ilenel. Siles. C. 8. p. 337.
Lis heisst auf Polnisch ein Fuchs, daher wird sie Familia Vul-pina genannt, führend im blutrothen Schilde einen weissen Pfeil, daranunten die Feder abgehrochen, in der Mitte des Pfeils sieht man zweiweisse Kreuze von Degen-Heften. Ueber dem gekrönten Helme zeigtsich ein aufspringender, unten abgekürzter Fuchs mit aufgerichtetemWedel. Est sagitta antiqua cum ferro lato bifurcato ante pennas fracta,ad cujus medium ponuntur duae Cruces ex capulis seu defendiculisgladiorum; super galeain et coronam erecta Vulpes ad medium cumexporrecta cauda. Sagitta cum Crucibus coloris albi in campo rubeo.Okolski T. II. p. 137, wobei angeführt werden:
Fulco, Woywode zu Cracau, dessen Sohn Poznitnus um 1082.
Petrus I., gewesener Scliolasticus der Domkirche zu Breslau,erlangte das ßreslauische Bistlium 1072, und weil er des heil. Bi-schofs Stanislai zu Cracau, der zu seiner Zeit 1074 vom Könige Bo-leslao Audace ermordet worden, vertrauter Freund gewesen, nahmer sich des Getödteten treulich an. Er kaufte viele Güter zu seinerKirche, vermehrte die Zahl der Domherren zu Breslau, und ver-grösserte ihre Intraden; er starb im Jahre 1091.
Fulco Mzura, Bischof zu Cracau 1186, gest. 1209.
Fulco, Graf, Kastellan zu Cracau 1194.
Fulco, Erzbischof zu Gnesen, gest. 1258.
Zu diesem Wappen gehört auch das erlauchte Haus Sapieha inGross-Lithauen und Polen, wiewohl dasselbe ante Unionem Lithuaniaenun Kegno drei Lilien (oder vielmehr nur eine sogenannte Kunst-lilie, die Okolski für drei Lilien ansieht) geführt. Nunc arma Lisin medio ponuntur ab Illustriss. Hominis Sapieha, in capite vero triaLilia (rectius unum lilium, ligurae quidem non naturalis, sed artilicio—sae). Nam ex Privilegiis Unionis apparet, quod Nobiles Magnae Li-thraniae Arma Regni Poloniae in majus Vinculum Concordiae, Paciset Unionis assumserint. Conf. Partei» meam 1. p. 333.
So werden auch die Wrbsky (Wirbsky) von Wrby auf Kochano-witz im Oppelnschen in Schlesien zu dem Hause Lis bezogen, in Pa-procii Dialogis Colloquio Sexto.
Funck, die Freiherren u. Herren von, Bd. II. S.207.
Z. 6. vom Schluss des Artikels fehlt hinter hat: auf dem Hei-ni e. — Uebrigens führt eine preussische Familie v. Funcke auch:fünf Feuerflammen (Funken) 2. 3. im Schilde, und auf dem Helmedergleichen drei (1. 2.) zwischen einem Adlersfluge.