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Dorstcdt — Drachstedt.
Dorstcdt, die Grafen, Freiherren und Herren von.
Ein altes, zum Theil freiherrliclies und grätliches Gesclileclit, dasim Halberstädtschen ansässig war und namentlicli Emmersleben unddie Burg Nienburg besass. Es erlosch am 5. Febr. 1663 mit WernerCiirslcn v. D. Diese Familie führte im rothen Schilde drei sitzendesilberne Bracken, oben zwei, unten einer. Auf dem Ileline einenschwarz und silbernen Bund , darauf eine schwarze Bracke, gekröntund die Krone mit sechs in schwarz und Silber abwechselnden Stratis-senfedern bedeckt. M. s. von d. Hagen Beschreibung des alten vor-nehmen Geschlechtes v. D. Halle 1762.
Dorvillc, dio Herren von, Bd. I. S. 438 u. Bd. II.
S. 479—481.
Die Herren v. D. führen ausser dem angegebenen Wappen, woin dem silbernen Schilde fünf rothe Bauten oder Wecken neben ein-ander stehen, die in der uns eingesendeten Notiz als mit den Spitzennach oben stehende Careaux bezeichnet waren, auf dem Helme zweirothe Biilfelhörner.
Doussa, die Herren von, Bd. I. S. 439.
Das Wappen zeigt im rothen, mit drei silbernen Querbalken be-legten Schilde einen goldenen Löwen, der sich zwischen einein gol-denen und einem rothen Adlertlügel auf dem gekrönten Helme ver-kürzt wiederholt. Decken rechts schwarz und Gold, links roth undSilber.
Drachsdorf, die Freiherren von.
Dieses Geschlecht soll von den Hermunduren abstammen, sich inSachsen im Jahre 1290 niedergelassen haben und 1678 in den Frei-herrenstand erhoben worden Sein. In Baiern ist ein gleichnamigesGeschlecht mit dem Beinamen v. Adelsberg seit 1666. freiherrlich. —Kurfürst Joaohim II. belehnte am Montage nach Oculi 1539 den Hieronymusv. D. mit dem Einkommen des Klosters Neuendorf auf ein Jahr. —Am 17. Febr. 1755 wurde Reinhardt Freiherr v. D., aus einem uraltenGeschlechte abstammend , kurbairischer Gen.-Feldinarschall und Com-mandant von Königshofen. M. s. Siebenkees I. Bd. S. 106—110. Kn-dolphi Herald, curios. S. 95. v. Meding beschreibt das Wappen III.Bd. No. 171 und Siebmacher giebt es I. Bd. S. 152.
Drachstedt (stet), die Herren von.
Der grosse Kurfürst gab dieser vom Kaiser als reichsadelig be-stätigten Familie am 3. Octbr. 1665 ein Anerkennungs-Diplom. DieseFamilie war schon ein Mal bis auf einen einzigen Kitter, der Tem-pelherr war, erloschen. Er trat aus dem Orden, vermählte sich eben-bürtig und pllanzte sein Geschlecht wieder fort. In Braunschweig,Prenssen, Schlesien, Hessen und Sachsen kommen Mitglieder dieserFamilie vor. Gauhe zählt sie falschlich zu den erloschenen Geschlech-tern. Sie führt im rothen Schilde einen goldenen , rechts gekehrtenDrachen, auf dem Helme eine Krone, darauf steht der Draohe mit