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Suppl. 1 = 5 (1842)
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Cornberg Conlombel.

Cornberg, die Freiherren und Herren von.

Das uralte freilierrliche Geschleclit v. C. gehört seinem Ursprüngeund Besitzlhum nach dein Fürstenthum Minden, Thüringen und Nie-der-Hessen an. Jacob Wilhelm Freiherr v. C. auf Lühecke, imFürstenthum Minden, war mit Anna Louise v. Dittfurt aus dem HauseDankersen vermählt. Ein Sohn aus dieser Iihe, Chrislinn LudwigFreiherr v. C., starb am 14. April 1791 als königt. preuss. Regier.-Präsident in Halberstadt Er hinterliess zwei Sohne, von denen derältere, Georg Philipp, die väterlichen Güter erhielt und Domprobstzu Minden war. Der jüngere, Fried Ernst Ludwig, war früher inprenssischem Militairdienst, er stand 1806 als Major im Regiment v.Kleist zu Magdeburg, wurde 1809 Hofmarschall des Herzogs von-then, trat aber bald wieder in den preuss. Dienst zurück und starb1811 als Major des 6ten Inf.-Regiments zu Berlin. Ein Pr.-Lieute-nant v. C. im 27sten Inf.-Regiment starb 1813 an ehrenvollen Wunden ;er hatte 1806 in dem Regiment v Grawert in Glatz gestanden. Eindamals in dem preuss. Dragonerregiment stehender Sec.-Lieutenantv. C. ging 1808 in westphälische Dienste, war Oberstlieutenant beider Cliev. legers Garde und 1827 kurhess. Major im ersten Husarenre-giment. Gauhe sagt im Widerspruch mit andern Autoren: DiessGeschlecht stammt von dem Landgrafen Wilhelm IV. von Hessen-Cassel , dieser gab ihm das aufgehobene Kloster Cornberg und dasSchloss Auburg in der Grafschaft Hoya.

Das Wappen der Freiherren v. C. beschreibt Siebmacher Tli. IIT.S. 175; es ist ein gespaltener Schild, oben silbern und darauf einlaufender rother Löwe mit ausgeschlagener Zunge; unten rotli undblau dreimal in die Höhe und fünfmal in die Breite getheilt. Ueberdem Helm sind zwei Biiilelhörner, das rechte unten roth , oben sil-bern, das linke oben roth und unten silbern. Bausch und Helmdeckensind roth und silbern.

Cornerutli, die Herren von.

Zwei Brüder v. C. standen 1806 als Staabsoffiziere im preussischenDienst. Der ältere war Gen.-Major, Commandant von Brieg undstarb 1808, der jüngere war Major im 3ten Bataillon des Regimentsv. Pelchzim in Cosel und starb 1814. Gegenwärtig ist uns kein Mit-glied dieser Familie bekannt geworden.

Cotzliausen, die Herren von.

Das ursprüngliche Wappen ist mit dem v. Ganzelt-Türkschen ver-bunden. Dietrich v. C., Sohn von Dnlthnsnr v. C., wohnte zu Biden-cap im Hessischen, und lebte um 1611. Das Staminwappen sind zweivöllig geharnischte Ritter, und wurde bis 1701 allein gebraucht. ImJahre 1811 wurde bei der Stiftung des Majorats Wedau das Wappeneines v. C., französ. Reichsbaron, mit einem Eichenzweige vermehrt.Freiherr v. C. besitzt auch Cambach.

Conloin bei, die Herren von.

Gustav David v. C., knrbrandenburgscher Rath, Herr auf Tem-pelhof bei Berlin, Ehrendomherr zu Utrecht, starb im Jahre 1693 aufeiner Geschäftsreise in Holland. Er war ein Sohn des Consuls Franzv. C. zu Ylissingen und der Judith de la Mare. Diese Familie soll