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Burkcrarode.
Burkersrode, die Grafen, Freiherren und Herrenvon, I. Bd. S. 336.
In dem dieser Familie gewidmeten Artikel des ersten Bandes habenwir nur wenige Notizen aus der früheren Geschichte dieses Geschlechtsgeben können, später sind uns aber von einem Freunde folgendeausführlichere Nachrichten darüber zugekommen, die gewissermas-sen unserm Artikel vorzusetzen oder anzureihen sind ; es heisst in je-nem uns übersandten altern Artikel, welcher schon einmal als ein Origi-nalbeitrag für ein genealogisches Werk bestimmt war:
„Das adelige Geschlecht der v. B., oder wie es in älteren Zeitengeschrieben worden, von Burckhardsroda, auch von Borgersrode undvon Borcersrode, ist ohne allen Zweifel sächsischer und besondersthüringischer Herkunft; weswegen es auch vom Kaiser Leopold I., indem dieser Familie sub dato Wien den 21. April 1666 allergnädigstertheilten freiherrl. Gnadenbrief als ein im „ heil. R. 11. bekanntesuraltes Geschlecht genannt wird, so in Obersachsen und der Landgraf-schaft Thüringen eines von den urältesten adeligen Geschlechtern sei,welche auf unterschiedenen Turnieren mit erschienen, bei vormaligenrömischen Kaisern und ihren Landesfürsten im politischen Wesen, wiees die Zeit und Gelegenheit gegeben , viele und mancherlei nützliche,auch getreue und unverdrossene Dienste geleistet, und zu Kriegs- undFriedenszeiten mit Rath und That sich gebrauchen lassen, sonderlichaber gegen den Erbfeind, gestalten sie denn auch in ihrem Wappen7 türkische Bunde oder Turbans, und darauf 7 Fähnleins von einemzum andern Säculo führten." Wie denn zum Beweis dieser Abstam-mung nicht allein ohnweit der Stadt Eckartsberga ein Dorf und Berg,auch nach Büschings Erdbeschreibung Tom. III. p. 2155 im AmteCreuzburg, des Fürstenthums Eisenach, ohnweit Marksnhl, das Ge-richt Burckhardsroda, nebst dem Dorfe dieses Namens befindlich, sovon undenklichen Säculis her, mit diesem Geschlechte einerlei Namenund Benennung führet, insonderheit aber aus den der alten Grafen v.Orlamiinde, als ehemaligen Lehnsherrn, annoch in Weimar vorhandenenHomagial- und Lehnbüchern zu erweisen steht, dass von An. 1000 an,und vielleicht noch viel weiter hinaus, das Geschlecht der von Bur-kersrode, und nachgehends von ihnen abstammenden v. Hessler mitden besessenen Gütern Burkersrode, Hessler, Haarde und andern ander Hassel gelegenen Oertern und Dorfschaften von einem Säculo zumandern in unverrückt'erZeitfolge als Besitzer derselben beliehen worden."
„Zu einem Orahnherrn ihres Geschlechts und vornehmen Wappenswird derjenige aufgeführt und angegeben, dessen Regino in Chron.Bd. an. 350. L. II. fol. 440. und Ditmarus Martisb. L. III, p. 40.edit. Maderian. gedenkt, dass selbiger im Jahre 950 Conradum, einen SohnGraf Eberhard's, weil er sich fälschlich gerühmt, eine Nichte des da-mal. deutschen Königs in Unehren erkannt zu haben, zu einem Zweikampfherausgefordert, ihn erlegt und ihm seine Wehr und Waffe abgenom-men ; dahero zum unvergesslichen Andenken einer so rühmlichen Rit-terthat und geretteten jungfräulichen Unschuld, das Geschlecht dervon Burkersrode noch heutigen Tages eine roth und weiss gekleideteJungfrau mit fliegenden goldgelben Haaren, einen grünen Rautenkranzmit beiden Händen fest an der Brust haltend, und mit 7 fliegendenFahnen, so zum steten Andenken, der in den nachmaligen Kreuzzii-gen gegen den Erbfeind erwiesenen Tapferkeit, auf so vielen türki-schen Bunden oder Turbans gepflanzt, auf dem Haupte geziert, in ih-rem Stammwappen führen. Die Worte ermeldeten Regino's, am an-gezogenen Orte, lauten also: „Chuonradus, lilius Eberhardi coinitis(comitis in Franconia et Palatini ad Rhenum, fratris Conradi Impera-