Blankensee.
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llankensec, die Grafen und Herren von, Bd. I.S. 248 u. f.
'( Schiagentin in der Neumark war das erste Blankensee'sche Besitz-thum , und Gyso y. B. hat dasselbe schon iin Jahre 1333 besessen. —Gyso, kurfürstlich brandenburg. Geheimer Rath kaufte 1449 das halbeDorf Schönewerder von denen v. Rohwedell. Sein Sohn Hans, vermähltmit Fräulein v. Wedel aus Tuetz in Bolen, war der Stifter der bei-den Hauptäste der Familie (1460) , indem
1) Hans der Jüngere, Schiagentin und Neuenkliken (wann diesesGut erworben, ist nicht nachzuweisen),
[ 2) Tyde und 3) Hans der Aeltere, Schönewerder und einen Antheilvon Scldagentin erhielten. —
I Was den Schönewerderschen Hauptzweig anbetrifft, so ist Hansder Aeltere wahrscheinlich derselbe, welcher die Rohwedelf s zur Zeitdes Faustrechts aus dem ihnen noch gehörenden Antheil von Schöne-werder vertrieb; er starb kinderlos. Tyde, vermählt mit Fräulein v.Küssow aus dem Hause Megow, pflanzte den Schönewerder Hauptzweigfort. — Sein Enkel Joachim und dessen Gemahlin Ursula v. Schöninggründete dadurch zwei Linien, indem sein Sohn Antonius den Antheilvon Schiagentin, den kleinern Theil von Schönewerder und Reichenbachund der jüngere Sohn Peter den grössern Theil von Schönewerdererhielt.
P: Antonius, vermählt mit Scholastica v. Wedell aus Cremzow, theilteunter seine beiden Söhne folgendennassen:
1) der Aeltere, ßusso , erhielt den Antheil von Schiagentin undReichenbach,
2) der Jüngere, Eggdius, den kleinern Theil von Schönewerder.Der Sohn des liusso war Hans Leipold, Rittmeister der spanischen
Reiterei unter Herzog Alba (seine Gemahlin war Margarethe v.Maitzahn aus Paseno in Vorpommern). Er war der Vater des beiBelgrad 1688 gebliebenen Christian Henning und noch zweier Söhne,
von denen der jüngste Landrath des Arenswahfschen Kreises war.
Ebengenannte drei Brüder hatten drei Schwestern zu Frauen, nämlichdie Töchter des Herrn Joachim v. Volkmar, königl. schwedischen Ge-nerals der Infanterie und Gouverneurs von Bremen und Verden. Derzweite dieser Brüder hatte das Gut Nantikon erworben; dessen SohnHusso Christian starb 1766 als General-Major und Chef eines Garni-son-Regimentes unvermählt zu Patschkau. — Der Sohn des ChristianHenning war Alexander Ernst, seit 1743 Inhaber des Infanterie-Regimen-tes No. 23. (später vom General v. Forcade mit grosser Auszeichnunggeführt); er blieb 1745 bei Sorr.
Von den neun Söhnen des Letzteren blieb der älteste, ErnstEkard , bei Sorr, der zweite, Christian Friedrich, kommandirte alsGeneral-Major das Dragoner-Regiment No. 2. und blieb an der Spitzedesselben bei Prag 1757, der dritte blieb 1757 bei Breslau und dervierte 1760 bei Torgau, beide als Capitains. —
Der erwähnte bei Prag gebliebene Christian Friedrich war zweimalverheirathet, zuerst mit Fräulein v. Flemming. Ans dieser Ehe ginn-hervor Richard Sigismund, der Stifter des Filehner Hauses (schon imAdels-Lexicon ausführlich erwähnt), seit 1779 Kammerherr und seit1806 Prälat von Cammin, seit 1798 Graf.
Aus der zweiten Ehe des Christian Friedrich mit der Tochter desMinisters v. Boden zwei Söhne, welche jung starben. —
Von den zwei Söhnen des Grafen Richard Sigismund ist der zweiteGeorg, geschieden seit 1835 von Fräulein v. We'ssemberg, wieder ver-