Räcknitz — Raczynski. 79
zum Ritzschen, der um das Jalir 1370 lebte, und dann die GebrüderHans und Baizar v. lt. zum Ritzschen angeführt. Letztere lebten um dasJahr 1514. Doch schon ein Jahrhundert früher, nämlich 1415, verbandsich ein Herr v. R. mit Nikel v. Bresen wider Görlitz, welche Stadtden Vater des Letztern hatte gelangen nehmen und hinrichten lassen.Im Jahre 1518 wurde einem Nikolaus v. R. ein päbstlicher Indulgenz-brief ertheilt, weil er mit einigen andern Rittern zum Bau der Peters—kirche in Rom reichliche Beiträge geleistet hatte. Unter den Ofiicierendes Graf Neuwied'sehen Regiments, welches am 18. Juni 1759 in derSchlacht bei Collin so tapfer mitfocht, und seinen braven Obersten,J. Fr. Herwert.h v. Bitterfeld verlor, befand sich auch ein Herr v. Ii. —Nach Einigen soll ein böhmischer Rittersknecht, Namens Anton Raben,um das Jahr 1010 nach Sachsen gekommen und unter dem Nameneines Herrn von Rabenau (im Wappen einen Raben, der einen Käseim Schnabel hält, im Schilde) in den Adelstand vom Kaiser wegenseiner Tapferkeit erhoben worden sein. Gleich darauf soll er dasStädtchen Rabenau bei Dippoldiswalde, 3 Stunden von Dresden, erbautund sein Bruder etwas später Waldau erkauft haben. (Geneal. Jahrb.B. 1. Abth. II. S. 113).
Räcknitz, die Freiherren von der.
Ursprünglich wurde dieses alte und vornehme Geschlecht Ragnitzgenannt. Ihr gleichnamiges Stammhaus liegt in Steyermark, von wosie nach Schlesien und Sachsen gekommen sind, ohne dass wir Söhneaus diesem Hause in den Listen des Heeres und der Administrationgefunden haben. Moritz v. d. R. wurde 1550 vom Kaiser Ferdinand I.in den Freiherrnstand erhoben und im Jahre 1570 erfolgte eine Ver-mehrung ihres Wappens. Um jene Zeit erwarben die Freiherren v. d. R.ansehnliche Güter in Oesterreich. In der Gegenwart scheint diese Fa-milie nicht mehr reich an Mitgliedern zu sein. (M. s. Schmutz, B. III.S. 242. v. Hattstein, Th. II. S. 261. Gauhe, B. I. S. 1298. v. Me-ding beschreibt das Wappen B. III. Nr. 636.)
Rackwitz, die Herren von.
Mehrere Zweige dieses Sachsen und Bayern angehörigen alten Ge-schlechts waren nach Schlesien gekommen, wo sie namentlich imFürstenthum Glogau lange Jahre hindurch ansehnliche Güter besassen.In der Gegenwart kommt dieser Name wenig vor, doch steht derselbein unsenn Verzeichnisse der im vorigen Jahrhundert in Schlesien an-sässig gewesenen Geschlechter. (M. s. B. II. S. 36. des Adels-Lex.Sinap. B. I. S. 745. Zedier, B. XXX. S. 499. Siebmacher giebt dasWappen B. I. S. 71.)
Raczynski, die Grafen von, B. IV. S. 79.
Während wir in unserm Artikel nur die beiden Familien-Häupterangaben, fügen wir hier die Mitglieder der beiden Häuser Rogalin undObrzycko hinzu.
A. Haus Rogalin.
Graf Eduard auf Schloss Rogalin, geboren den 2. April 1786, königl.preussischer Kammerherr, Herr auf W'oynowice und mehrerer andererHerrschaften.