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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
78
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78 Quos Rabenau.

Dienste und machte den Feldzug von 1747 mit. Bald darauf schrieber sein Werk über die Kriegskunst der Alten und sandte dasselbe KönigFriedrich II. Zugleich bot er diesem Monarchen seine Dienste an undwurde von demselben als Hauptmann in der Suite angestellt. Vorzüg-lich war es im Monat Mai 1759, als der König sein Hauptquartier inLandshut halte, dass der Hauptmann Guichard viel um die PersonFriedrichs II. war. Einst kam die ltede auf die Grossthaten der zehntenrömischen Legion, in der sich namentlich ein Cenlurio besonders aus-gezeichnet habe. Der König nannte denselben Quinlus Cäcilius; Gui-chard aber behauptete, er habe Icilius geheissen. Man holte nun dasBuch herbei, und der König überzeugte sich, dass er Unrecht gehabthabe.Nun wohlan," sagte Friedrich, so mag Er zeitlebens QuintusIcilius heissen." Guichard glaubte, dass der König scherze, alleinwenige Tage darauf wurde bei der Parole bekannt gemacht, dass derHauptmann Quintus Icilius zum Major befördert sei. Unter demselbenNamen stieg er 1765 zum Oberstlieutenant und 1772 zum Obersten.Nach dem Frieden gehörte der Oberst zur täglichen Gesellschaft inSanssouci. Er hatte einen oft beissenden und bittern Witz, mit deiner sich Feinde machte. Dabei war er freimüthig und dreist, aber nichtfrei von Eigennutz. Und diese Schwäche machte Friedrich II. oft zumGegenstande der Persiflage. Einst fragte ihn der König bei Tafel:Was hat Er denn eigentlich mitgenommen, als Er das Schloss desGrafen Brühl plünderte?"Das müssen Ew. Majestät am bestenwissen, denn wir haben ja getheilt," antwortete keck der Gefragte.Zu seiner Verheirathung mit einer sehr achtungswerthen Dame, einemFräulein v. Sehlabrendorif, versagte der König zuerst den Lonsens.Darauf nahm der Oberst seinen Abschied. Jahr und Tag lebte er stillin einer Art von Ungnade. Später schenkte ihm der grosse Königwieder seine Aufmerksamkeit. Q". I. starb, wie sehr richtig im Adels-Lexicon angeführt ist, am 30. Mai 1775 zu Potsdam. Der König gabder Wittwe eine Pension, und kaufte ihr die sehr werlhvolle Bücher-sammlung ihres Mannes ab, um sie der grossen königlichen Bibliothekzu Berlin einzuverleiben. (Nacli Mittheilungen eines Verwandten desVerstorbenen).

Quos, die Herren von, B. IY. S. 77.

Wir haben dieselben als Besitzer ansehnlicher Güter in der Pro-vinz Preussen angegeben. Nach Sinapius war sie schon unter denersten Herzögen aus dem Stamme der Piasten bekannt, namentlichkommt ein Bitter Quos oder Quotz im Jahre 1244 ain Hofe Heinrichsdes Fetten in Breslau vor. Von Hellbach glaubt, die Familie sei er-loschen, das ist ein Irrthu.n, noch in der Gegenwart dienen mehrereEdelleute dieses Namens als Ofliciere in der Armee und zwar drei beider Infanterie und einer im 7. Husaren-Regiment. Im Jahre 1806 istein Lieutenant v. Q. im Regiment Büchel auf dem Felde der Ehregefallen. (.Sinapius, B. I. S. 744. Gauhe, Th. II. Anh. S. 1727. Sieb-macher giebt das von uus beschriebene Wappen Th. II. S. 50, Nr. 3.)

11.

Raben an, die Herren von.

Das uralte Rittergeschlecht der v. Rabenau stammt eigentlich ausder Oberlausitz. In den alten Urkunden finden wir eineif JVfer v. R.