Grolmana — Guntlliiig. 41
Sartorius. Am 13. October folgte ihm sein Sohn, Eugen v. G., künigl.Kammergerichtsrath, ins Grab. Die beiden anderen Sühne sind Guslauv. G., Major im Kriegsministerium, und Adolph v. G., künigl. Land-und Stadtgerichts-Director in Stargard.
Grolinann, die Herren von.
Das ehrwürdige Haupt der Familie, Heinrich Dietrich v. G., wirk-licher Geb. Rath und Ritter des schwarzen Adlerordens, wurde im Octo-ber 1840 in die Gruft, gesenkt. Der General der Infanterie und com-mandirende General des V. Armeecorps, wurde nocli bei Lebzeitenseines Vaters Ritter des schwarzen Adlerordens, und somit kam der inder Geschichte dieses Ordens früher nicht erlebte Kall vor, dass auseiner nicht fürstlichen Familie Vater und Sohn zugleich mit demselbengeschmückt waren (Gencal. Jahrb. B. I. Abth. 11. "S. 87).
Gross, die Herren von.
Bei der Huldigung König Friedrich Wilhelm IV. in Königsbergwurde der Kreisdeputirle Gross auf Kl. Starzin in den Adelslanderhoben.
Gundling, Freiherr von.
Jakol Paul Gundling war von König Friedrich I. als Professor beider in Berlin errichteten Fürsten- und Ritterakademie, als Rath beidem Obcrheroldamt und als Historiograph angestellt worden, wie jenerdenn auch verschiedene Hol'cavalliere in der Geschichte und Politikunterrichtete. Gundling begleitete in früheren Jahren zwei junge Edel-leute auf ihren Reisen in Frankreich, Holland und England, und er-warb sich durch eine Menge von Schriften antiquarischen Inhalts einbesonderes Verdienst um die Mark Brandenburg. Wir führen von den-selben an: Leben und Thaten Friedrichs I., Kurfürsten von Branden-burg (Halle 1715), welche Schrift auf Befehl Friedrich Wilhelms I. zurzweihundertjährigen Gedächtnissfeier der Erwerbung der Kurmark durchdie Hohenzollern abgefasst wurde. — Auszug aus der brandenburgi-schen Geschichte Joachims I. und IL und Johann Georgs, bei Gele-genheit der Lebensbeschreibung Lampert Distelmeiers. Halle 1722. —Brandenburgischer Atlas oder geographische Beschreibung der MarkBrandenburg. Potsdam 1724. — Leben und Thaten Friedrichs IL, Kur-fürsten von Brandenburg. Potsdam 1725. — Geschichte der KurmarkBrandenburg (bis zum Markgrafen Albrecht IL). — Dissertatio deoriginibus Marchionatus Brandenb. Berol. 1731. — Dazu kommtnoch eine Menge von Monographieen des Lebens einzelner Fürsten,von Privatleuten und Slädten, endlich noch ein Manuscript, welchesdas Leben Friedrichs III. und des grossen Kurfürsten in fünf starkenFoliobänden beschreibt, und ein Codex diplomaticus Brandenburgicus,welcher mehr als 400 Urkunden enthält. Dieser kenntnissreiche, talent-volle Mann würde unter günstigeren Zeitumständen ein ehrenvollesZiel erreicht haben, was ihm auch der König Friedrich I. eröffnete.Als aber Friedrich Wilhelm I. sogleich bei dem Antritt seiner Regie-rung die Ritterakademie und das Oberheroldsanit aufhob, wurde Gund-ling brodlos, und ihm blieben bei allem Wissen unter der jetzt einge-tretenen Regierung keine Aussichten auf eine würdige Stellung. Zwarwurden durch den General Grunkow, dessen Bekanntschaft Gundling