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4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
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32 Fürth.

Tochter des am 30. Januar 1824 verstorbenen königl. iianov. Oberhaupt-manns Grafen August Wilhelm Carl v. H., wurde im Monat Mai 1842Überhofmeisterin der Frau Prinzessin Carl v. Preussen.

Fürth, die Freiherren von.

Die Treiberrliche Familie v. F., welche am Niederrhein ansässig ist,stammt wahrscheinlich aus Westphalen. Denn bereits in einer Urkundedes Bischofs von Paderborn vom Jahre 1120, die in Schalens AnnalesPaderbornenses. Neuhusii, 1693. Tom. I. pag. 694 abgedruckt ist,kommt ein Dietrich von Voerde als weltlicher Zeuge vor. Sodannwar laut mehrern Urtheilen, welche sich in dem von König von Königs-thal herausgegebenen Corpus iuris gernianici publici ac privati e bi-bliotheca Senkenbergiana. Francof. ad M., 1760. Tom. I. P. II. mit-getheilt linden, im Jahre 1436 Heinrich v. Viirde in der GrafschaftVolmarstein ein vom Kaiser Sigismund bestätigter Richter und vomHerzog Adolph v. Cleve eingesetzter Freigraf. Ferner führt v. Steinenin seiner westphälischen Geschichte, Lemgo, 1757. B. III. S. 63848,mehrere Stammtafeln westphälischer Geschlechter an, in denen Mit-glieder der v. Fürthscherl Familie vorkommen und wonach diese sichmit Familien des linken Rheinufers, namentlich des Herzogthums Jülich,verehelicht haben.

Hier findet sich die Familie v. Fürth seit dem Anfange des 15.Jahrhunderts. Goltschalk v. F., welcher unter dem Gefolge des KaisersSigismund war, trat nämlich im Jahre 1415 in die Dienste von Johann II.Herrn v. Heinsberg und Lewenberg, als dieser als Gesandter des Her-zogs von Brabant beim kaiserlichen Hofe erschien, und war im Jahre1448 Amtmann des zur Herrlichkeit Heinsberg gehörigen Amtes Millenund im Jahre 1449 Statthalter des Bischofs von Lüttich als Vor-mundes der Johanna v. Loen, Erbtochter Johann's III. v. Heinsberg(vgl. die handschriftliche, vom Jesuiten Kritzrandt im Jahre 1644 ver-l'asste Chronik der Stadt Gangelt S. 477 98. 134. 158 und die im Jahre1654 von demselben zu Cöln herausgegebenen Notizen über die AemterMillen und Born S. 29).

Seine Nachkommen widmeten sich ebenfalls in den jülischen Landendem Civildienste. Sein Enkel Johann Maihins v. F. war im Jahre 1470Schultheiss zu Wessenberg und sein Urenkel Pcler v. F. im Jahre 1530Schuitheiss zu Gladbach, wo derselbe in der Abteikirche unter einemmit dem Familienwappen verzierten Steine begraben liegt.

Dessen Enkel Wilhelm v. F., welcher Schultheiss zu Jülich undVogt zu Eschweiler war und sich mit einer v. Borken vermählte, wurdedurch Kaiser Rudolph II. mittelst Diploms vom 3. Octbr. 1593 in demReichsadelstande bestätigt. Da bereits seine Vorfahren, wahrscheinlichwegen erbschaftlicher Verhältnisse, neben dein Namen v. F. auch denNamen v. Brewer geführt hatten, so wurde das Diplom auf den Namenv. Brewer ausgestellt. Das darin abgebildete alle Familienwappen be-sieht in einem schräg quartierten Schilde, welcher im obern und unternFelde 3 rothe Balken auf silbernem Grunde und in jedem der beidengoldenen Seilenfeider einen schwarzen Löwenkopf mit aurgesperrtemrollten Rachen zeigt, mit einem offenen, blau angelaufenen, roth ge-fütterten Turnierhelme, so wie zur Rechten mit goldener, schwarz aus-geschlagener, zur Linken mit silberner, roth ausgeschlagener Helm-decke bedeckt ist und auf dem gekrönten Helnte zwischen 2 mit denFachsen einwärts gekehrten Adlerflügeln, wovon der rechte mit Schwarzund Gold, der linke mit Rollt und Silber in die Quere gelheilt ist,einen vorwärts gekehrten wachsenden Löwen mit goldener Krone,rothein Rachen und vorgeschlagener Zunge trägt.