Fricken — Fürstenstein. 31
Fricken, die Herren von.
Dieses alte adlige Geschlecht war nach den vorhandenen Docu-menlen bis zur Reformation im Braunsclnveig-Wolfenbiittelschen an-sässig und begütert. Von da wendete sich dasselbe nach llildeslieim,und später nach Münster, wo sich seine Sühne bis zum Ende des 18.Jahrhunderts meist dem Militairstande in Diensten der Kurfürsten vonCöln widmeten. Ein Zweig der Familie kam mit dem deutschen Ordennach Kurland. Diesem gehört der kaiserlich russische General-Lieu-tenant und General-Adjutant v. F. an. Dem westphälischen Aste abergehört einer v. Fricken an, der früher Adjutant des heldeninüthigenPrinzen Ludwig von Raden war, und am Ende des 17. Jahrhundertsals Oberst und Commandant von Ofen starb. In der Gegenwart befindetsich ein Sohn dieses Hauses, Ferdinand Jgnaz v. F., in kaiserlichösterreichischen Militärdiensten. Derselbe ist mit Charlotte, GrälinZedlwitz aus dem Hause Obern-Neuberg vermählt. In preuss. Dien-sten, und zwar in dem 3. Bataillon des 13. Landwehr-Regiments stehtein Premier-Lieutenant v. F. Das Wappen dieser adligen Familiezeigt im silbernen Felde ein goldenes, von 2 Schwertern kreuzweisdurchbohrtes Herz, eine Eiche mit dem Abendslerne, und eine Palmemit dem Morgensterne. Diese Bilder deuten auf den Antheil, welchendiese Familie an den Kreuzzügen genommen hat.
Friederici-Steinmann, Herr von.
So. Majestät der König ertheilten im Jahre 1842 dem Lieutenantim 7. Infanterie-Regiment v. F., Sohn des in unserm, diese Familiehetrelfenden (in B. II. S. 195. stehenden), Artikel erwähnten Obristenv. F., und einer v. Steinmann, die Erlaubniss, (m. s. d. Artikel B. IV.S. 234 — 35), den Namen seines Grossvaters v. Steinmann zu führen.
Fürstenberg, die Landgrafen von, B. II. S. 303.
Der hier angeführte Graf Joseph Friedrich Franz de Paula, geb.den 4. Dcbr. 1774, k. k. Kämmerer, Geh. Rath und Oberküchenmeister,Ritter des rothen Adlerordens u. s. w., welcher durch seine Gemahlin,die Gräfin Charlotte v. Schlabrendortf, Tochter des verstorbenen Erb-Oberbau-Directors, Grafen Friedrich Wilhelm Ludwig v. Schlabrendortfund einer Grälin v. Nimptsch in den Besitz grosser Güter in Sclilesien,namentlich der Kunzendorfer Güter in der Grafschaft Glatz und derConradwälder Güter bei Schweidnitz, gelangt war, ist im Jahre 1840in Wien mit Tode abgegangen.
Fürsten reckt, die Herren von.
Uelier diese Familie findet man nähere Nachricht in dem Snppl.Bande des Preuss. Adels-Lex. S. 163. Geneal. diplom. Jahrb. I. S. 8t.
Fürstenstein, die Grafen von. B. II. S. 632.
Sinapius führt ein adliges Geschlecht dieses Namens, das im 14.Jahrhundert im Liegnitzschen geblüht haben soll, auf.
Die Wittwe des vom König Jerome von Weslphalen in den Grafen-sland erhobenen Camus v. F. Caroline Adelheide Grälin v. Hardenberg,