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4 (1842) P - Z
Entstehung
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14
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14 Brincken.

Brincken, die Herren von der, B. I. S. 311.

Das alte hochadlige Geschlecht der Holte v. d. 15. stammt ur-sprünglich aus einem alten Fürstenhause in Sachsen her, und leitetseinen späteren Ursprung von den Nachgebornen desselben, den ehe-maligen Grafen v. Holte in Westphalen ab. Zwei Brüder, NamensPoppo und Eyelbert Limann, (Söhne des Marligrafen Egberts , welcherim Jahre 1090 starb, der ein Enkel und Abkömmling des AltsächsischenKaiserhauses war) besassen die freie Reichsgrafschaft im Bisthum Os-nabrück mit allen Prärogativen adliger und bürgerlicher Lehnsleute,nebst einer eignen Lehnskammer in der Stadt Lemgo. In Osnabrückhatten sie eine Strasse und Thor. Poppo empört sich gegen BischofPhilipp, wird 1144 gefangen genommen, und verliert seine Besitzungen,dessen Nachkommen haben sich hierauf in's Land Cleve begeben, dieStadt Holte erbaut, und sich Freiherrn davon benannt, auch stammt vondenselben ab: Weichbold v. Holte, Erzbischof und Churfürst von Cöln,Herzog zu Engern und Westphalen, der im Jahre 1305 gestorben ist,jedoch nach einigen Schriftstellern sollen die Nachkommen Poppo'sim Besitz des Stammschlosses, mit Ausschluss des grössern Theils, ge-blieben sein. Eyelbert Limann, jüngerer Bruder, erhält einen Theilder Grafschaft, weil er für unschuldig anerkannt wird, zurück, undzwar auf's Neue in Lehn unter der Benennung der Bannherrschaft, je-doch behält er und die nächsten Nachfolger desselben die grällicheWürde bei, und war zugleich Kammerherr des Bischofs von Osnabrück.Hierauf erbaute er sich ohnweit des Schlosses Holte einen Rittersitzam Sprung oder an der Quelle eines Flusses, und nannte sich, zumUnterschiede von seinem Bruder, comes in Holle vocatus Brinck. Erstarb 1150 und hinterliess folgende Kinder:

1) Elickn, Gräfin zu Tecklenburg.

2) Dittmar und

3) Lciff'hard, der das Geschlecht fortgepflanzt hat.

DerName Limann ist, aus comes limitis vertauscht entstanden, dem-selben als Sohn eines Markgrafen beigelegt worden. Eyelbert Limannist also der nähere Stammvater der Familie, welche nun den NamenBrincke oder von den Brincken beibehielt, welche letztere Schreibartsie später, zum Unterschiede einer andern Familie dieses Namens, imLande angenommen hat, die mit jener gar nicht verwandt ist, einenandern Ursprung Hat, und ein anderes Wappen führt, nämlich einendreihüglichen blauen Berg im silbernen Felde, hingegen die Familieder v. d. Brinken, 3, 2 und 1 gesetzte silberne Rosen im himmelblauenFelde. Die ausgestorbenen westphälischen Grafen von Hallermundführten im Jahre 1228 ebenfalls 3 Rosen im Wappen. Die Familiekam nach Kur- und Liefland unter dem Ordensmeister Buddevorde,genannt Schungel, in den Jahren zwischen 1435 und 1440, und theiltesich in 4 Stammhäuser:

1) Wonnen,

2) Wensau,

3) Seppen, Diensdorff und Blanetzen,

4) Zetzern und Sessielen.

Das Alter dieser Familie leuchtet auch daraus hervor, dass schonfrüher, ehe sie im Lande sich gänzlich niederliess, einzelne Gliederderselben in Liefland sich befunden haben, als namentlich Albert v.Brynkes Kommenthure von Riga 1387, s. Hupel's nordische Miscellaneen24. bis 25. Stück, S. 333 u. 353; Arnold v. dem Brincke, Domprobst zuRiga 1435, vid. Arndt, Lieth Chronik Th. II. S. 132; ferner war imJahre 1482 Johann v. den Brincken als Deputirter aus Kurland auf der