Nachträge und Berichtigungen.
Bil. III. S. 44. Jtzenplitz. Die Kinder des Grafen Peter Lud-wig Friedrich sind hier nicht ganz richtig angegeben.
1) Der älteste ist Friedrich Joseph. Er hat die Feldziige von 1813bis 1815 bei dem Garde-Dragonerregimente mitgemacht, ist Ritt-meister a. D., Landrath u. s. w.
2) Auf diesen folgt Charlotte, vermählt an den Kammergerichtsrathv. Dziembowsky (siehe 2. Theil, Ergänzungstafel S. 483);
3) Hierauf Auguste (nicht Marie), vermählt an den Präs. v. Meding.
4) Der jüngste von allen ist Heinrich, Regierungsrath. Die vonSierstorpff ist seine zweite Gemahlin. Die erste war eine Grä-iin Bernstorff (eine Nichte des Staatsministers Grafen v. B.); vondieser bat er zwei Tochter, von der zweiten Gemahlin eine oderzwei Töchter und keine Söhne.
Dagegen hat der Aelteste, Friedrich Joseph, von seiner Gemahlin,der jüngsten Tochter des verstorbenen Staatsministers v. Angern, zweiSöhne. Ihre Mutter, die Wittwe Peter Ludwig Friedriclis, ist einegeborne v. Friedland.
Bd. III. S. 223. Lestwitz. Der General Johann Sigismund v. L.war der Letzte seines Stammes. Nicht das ganze, sondern dashalbe Amt Friedland (wenngleich mit acht Dörfern) erhielt er nachdem Tode des Markgrafen Karl, zu dessen Apanage es gehört hatte,und zwar wegen seines Wohlverhaltens in der Schlacht von Torgau.Hier war nämlich, wie bekannt, des Königs Flügel gänzlich geschla-gen und beinahe aufgelöst, als der zu spät eintreffende andere Flügel,unter Ziethen, erst bei Anbruch der Nacht bei den Schaafteichenankam. Hier fand Möllendorf den Damm zwischen den Teichen, undSaldern passirte ihn mit seiner Brigade und erstürmte die Höhen vonSiptitz. Lestwitz, unweit davon beschäftigt, die Zerstreuten von desKönigs Heerestheil zu sammeln und zu ordnen, rückte mit ihnen vorsobald er das Feuern hörte, und liier traf ihn der König, der in derDunkelheit ebenfalls herbeieilte, wobei sie denn bald mit Saldern zu-sammenstiessen und den Feind vom Schlachtfelde verjagten. — DerKönig legte natürlich grösseren Werth auf das, was unter seinen Au-gen geschehen war, als auf das, was er in der Dunkelheit nicht hatteübersehen können, und sagte gleich: „Lestwitz, das werde ich ihmnicht vergessen." Daher das Geschenk.
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