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Spannlieim.
zwei Sohne, Arthur und Heinrich, der erstere geb. 1820, der zweite1823. — Graf Ernst v. S.-T. auf Weigelsdorf, Dobrau und Meffers-dorf, hatte zur Gemahlin Agnes Leopoldine Casimire, Freiin v. Loen,die am 17. Octbr. 1832 starb. Er war früher Lieutenant im RegimenteGarde du Corps, erhielt aber 1806 in der Schlacht bei Auerstaedt eineso starke Wunde, dass er genöthigt war, seinen Abschied zu nehmen.Seine Gemahlin hinterliess ihm drei Söhne, Hermann, geb. 1809, Ernst,geb. 1820, Manfred, geb. 1826, und fünf Töchter, Agnes, vermählteGrätin Stolberg-Stolberg, Ida, vermählte Gräfin Bobenthal- Dölkau,Thusnelda, Adelheid und Bianca.
Der freiherrlichen Linie v. S.-T. gehören gegenwärtig die GüterOlbersdorf, Cujau, Schollwitz, Neukirch, Hohenfriedeberg und Möschen.
Das ursprüngliche Wappen dieser Familie zeigt im goldenenSchilde einen rothen, sich rechts senkenden Baumstamm mit drei kur-zen Aesten, und auf dem Helme einen mit dem Baumstamme belegtengoldenen Adleriliigel. Die Helmdecken roth und golden.
Spannlieim (Sponheim), die Hrrn. von. Bd. IV. S. 224.
Obgleich Gauhe (Ausgabe von 1710) I. S. 2365 und Hellbach II.S. 495 sagen, dass der berühmte preuss. Staatsminister Ezechiel vonSpannheim nicht zu der Familie v. Spannlieim-Bachrach und Wolfv. Spannheim in der Pfalz gehöre, so ist demungeachtet seine Familieeine ursprünglich pfälzische. Wiegand, ein geborner Pfälzer ausKreuznach, war im Jahre 1581 Vorsteher des Gymnasiums zu St. Gal-len und später Dr. der Theologie und Kirchenrath des Kurfürsten vonder Pfalz; sein Sohn Friedrich ward 1626 Professor der Philosophieund 1628 Pfarrer zu Genf, auch Professor der Theologie (163!—1642)und feierte als Rector der Akademie das 100jährige Jubiläum derGenfer Reformation. Er erlangte auch die Doctorwürde der Theolo-gie zu Basel und ward im Jahre 1642 als Professor der Theologienach Leiden berufen , wo er 1649 starb. Bei seinem Abschiede vonGenf erhielt er von der Regierung eine goldene Ehrenmedaille. Vonseinen vierzehn in Druck herausgekommenen Schriften siehe Leu.Von seinen drei Kindern ward Johanna 1652 an Theophil Bonnetverheirathet (Theophil Bonnet und Johanna, geb. v. Spannlieim, wur-den 1670 die Eltern von dem berühmten Friedrich Ludwig Bonnet, derim Jahre 1762 starb. S. den Artikel Bonnet). Friedrich (IL), geb.1632, war Dr. der Philosophie und Geistlicher zu Leiden (1651 u. 52),wurde hierauf von dem Kurfürsten von der Pfalz nach Heidelberg alsProfessor der Theologie berufen und erhielt die theologische Doctor-würde. Er versah die Professur bis 1670, und von da die von Leidenbis zu seinem Tode 1701. Seine Schriften sind in 3 Bänden in Folioin Leiden 1701—1703 herausgekommen. Der älteste Sohn Friedrichs (l.)aber und des Letztern Bruder Ezechiel ward zu Genf 1629 geboren,studirte daselbst und zu Leiden, ward 1651 Professor der Wohlredenlieitzu Genf, 1652 Mitglied des grossen Raths (Rathsherr), 1656 Abge-sandter in Holland und in demselben Jahre vom Kurfürsten Karl Lud-wig von der Pfalz zu seinem Rath und Hofmeister des Kurprinzenernannt. Im Jahre 1661 wurde er vom Kurfürsten zur Herstellungdes guten Vernehmens an die italienischen Höfe gesandt, und machtebei dieser Gelegenheit die Bekanntschaft der Königin Christine vonSchweden und vieler Gelehrten zu Rom, besah die Alterthiimer, Mün-zen u. s. w., ging auch nach Sicilien, Malta u. s. w, Im Jahre 1665war er an den Herzog von Lothringen, 1666 an den Kurfürsten vonMainz, 1667 auf dem Frieden zu Breda, 1668 an den König von