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Scebacli.
Sein Sohn Jenkomar, vermählt mit einer Gräfin Zierotin ans Böhmen,zeugte mit dieser zwei Söhne, welche ihr Geschlecht bei uns fort-ptlanzten. Ein Enkel desselben, Friedrich Wilhelm, erreichte das sel-tene Alter von 85 Jahren. Der älteste Solin des Letztern war königl.Hauptmann und Erbherr auf Dammerow, Sachsenhagen u. s. w. Derzweite Sohn, Ernst Michael v. S., starb als königl. preuss. General-major, Ritter des eisernen Kreuzes 1. Classe n. s. w., am 28. Mai1823 zu Minden, wo diesem tapfern und von der Bürgerschaft nichtminder !wie von der Garnison verehrten Manne zu Ehren eine gegendie Porta westphalica gerichtete Bastion den Namen Schwichow führt.Die irdischen Ueberreste des Generals, der sich ganz besonders auchim Treffen bei Neukirch am 31. Mai 1813, und durch die feste Hal-tung, die er den Angriffen Napoleons bei der Behauptung der StadtYitry entgegensetzte, auszeichnete, ruhen am Fusse dieser Bastion un-ter einem Denkmale, welches ihm die Bürgerschaft Mindens errichtethat. Ein anderes hat ihm sein Waffengeführte, der General v. Valen-tini, in seinen Werken durch folgende Worte gesetzt: „Er gehörte zuden Männern, die es vorzogen, sich dein Glücke der Waffen zu ver-trauen, als viele Worte zu wechseln." Der dritte der Söhne FriedrichWilhelms v. S. war August Wilhelm, Freiherr v. Schwichow, Herr aufGersdorf und Petersdorf. Yon seinen mit Charlotte v. d. Keck er-zeugten Kindern dienen gegenwärtig Sohne in der Armee.
Die Freiherren v. S., aus deren Geschichte uns interessante Mit-theilungen vorliegen , von denen wir in der Folge noch weiter mitDank Gebrauch machen werden, führen ein aus zwei Feldern beste-hendes Wappen, und zwar ein rothes leeres Feld, zum Andenken andas böhmische Reichswappen, und ein zweites mit drei Strömen oderFlüssen.
Balbini giebt eine Stammtafel der v. S.; ebenso findet manNachrichten über die ehemaligen Grafen und gegenwärtigen Freiher-ren v. S. in Gebhards Geschichte und in der Chronica Pragensis,so wie in vielen anderen Autoren.
Secliacli, die Herren von.
1) Ein altadeliges thüringisches Geschlecht, welches, nach GothaDiplom., mit Werner v. S. im Jahre 1130 dahin kam. Lutz erbaute1227 den Rittersitz und das Dorf Seebach bei Langensalza zum Stamm-sitz ; es hat sich in Sachsen und den preussischen Staaten verbreitetund eine Linie machte sich im 16. Jahrhunderte im Elsass ansässigund erhielt im 17. Jahrli. die Freiherrnwürde. Aus dieser war JohannGeorg kaiserl. königl. ICammerherr und spanischer General-Feldmar-schall in Gallizien; er fiel bei dem Entsätze von Girona 1653. Noch1740 soll diese Linie im Elsass die Rittergüter Osthofen, Wörth, Ut-tenheim, Krautgersheim u. s. w. besessen haben. Gaulle, Adelslex. I.S. 2302—2305. Heibachs Adelslex., 11. S. 465 — 466.
2) Eine altadelige Familie im kaiserl. königl. österr. IlerzogthumeKrain, aus welcher Peter Bischof zu Laibach im J. 1560 war. N. N.v. S., k. k. Generalmajor, starb auf dem Schlosse Labauth in Schle-sien 1736. Bar. Valvator, Chron. des Ilerzogthums Crain I. 8. c. 665.Gaulie, Adelslex. I. S. 2305 — 2306.
3) Ein im Jahre 1747 erloschenes regimentsfähiges Geschlechtder Stadt Zürich, welches seinen Namen wahrscheinlich dem DorfeSeebach im Stadtamte Zürich verdankt; es ward auch Stoll v. See-bach genannt. Johann war 1461 Zunftmeister; Joegli und Felix wa-ren 1476 bei Multen, auch haben sich mehrere dieses Geschlechts im