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Saldern.

von der Lippe, stammt von dem römischen Gescblechte der Rossinerher und hat sich lange Zeit de Rosis geschrieben, bis es von einerBesitzung im Brannschweigischen den Namen Saldern angenommen hat.

Als Stammvater wird Siegliardt de Rosis angegeben, der mit demheiligen Bonifacius im Jahre 718 von Rom nach Deutschland gekom-men ist und das Christenthum in Thüringen verbreitete.

In der ältesten Geschichte dieses Geschlechts werden beson-ders angeführt:

Gunzelo de Rosis; er hat dem Kaiser Karl d. G. gegen die Sach-sen gedient und starb 798.

Cuno de Rosis erlangte den Rittersitz Saldern 870.

Heimard von Roszis und Saldern befand sich 933 in der Schlachtbei Merseburg gegen die Hunnen.

Amelbrecht v. Saldern wohnte 1042 dem zu Halle angestelltenTurnier bei, und bewies vor dem Kaiser und dem Turniervoigt, dasser aus dem römischen Geschlechte der Rossiner abstamme.

llans der Schwarze und Hans Lenker, genannt die Saldern, wa-ren 1272 auf dem Landtage zu Braunschweig.

Siegfried, genannt mit der Krücke, war braunschweigisclier Ober-ster und blieb 1373 in der Schlacht wider den Grafen Otto vonSchaumburg.

In spätem Zeiten kommen vor:

Bitrehard v. Saldern, des Herzogs Erich von Braunschweig Rath,gerieth mit dem Bischof von Hildesheim wegen mehrerer ihm ver-setzter Schlösser in Streit, und war Ursache der bekannten Hildeshei-mer Stifts-Fehde, gestorben 1551.

Matthias v. Saldern, kurbrandenburgischer Hauptmann zu Lehnin,Rath und Oberstkämmerer; er hat die Plattenburg an sein Geschlechtgebracht und starb 1Ö75.

Burchard, der jüngere, v. Saldern, Landesältester und Landschafts-Verordneter, Erbherr auf Saldern, Plattenburg und Wilsnack, lebte 1628.

In der neueren Zeit sind bekannt geworden:

Siegfried Christoph v. Saldern, geboren 1661, war königl. prenss.Geheimer Rath und Vice-Präsident des Fürstenthums Halberstadt.Starb 1715 mit Hinterlassung von drei Söhnen, von denen der älteste,Johann Friedrieh, im J. 1742 herzoglich braunschweig-lüneburgischerMajor war und sämmtliche von Saldernsche Lehen in der Priegnitzbesass. Er'starb unbeerbt 1753 und hatte schon bei Lebzeiten, 1752,die Lehen den Sühnen seiner vor ihm verstorbenen Brüder:

1) des königl. prenss. Oberstlieutenants Otto Lndolph,

a) Heinrieh Christoph,

b) Henning Siegfried;

2) des königl. grossbritannischen Oberstlieutenant Melchior August,

a) Hans Georg Friedrich,

b) Johann Siegfried Lndolph Joachim

überlassen. Von diesen starben Friedrich Christoph und Johann Sieg-fried Lndolph Joachim gleichfalls unbeerbt. Henning Siegfried undHans George Siegfried aber wurden die beiden Stammväter der jetztvorhandenen beiden einzigen Linien Wilsnack und Plattenburg.

Der obengenannte Friedrich Christoph ist als Generallient. undCommandant von Magdeburg, in der Geschichte hinreichend bekannt.

Zur Zeit ist Senior der Familie Karl Kurt Hans v. Saldern, Erb-und Gerichtsherr auf Zichtow, Dammerow, AppendorlF, Gr. Plasten,welcher drei Söhne hat, von denen der älteste zur Zeit königl. prenss.Regierungs- und vortragender Rath im Ministerium des Innern ist.Dessen Bruder, der herzogl. anhalt-dessauischer Oberforstmeister,Albrecht Georg Heinrich , hat zwei Söhne, von denen der älteste königl.