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gen. Als der Zug Gnstav Adolphs nach Deutschland die Kriegs flam-men von Neuem anlachte, nahm er noch einmal sächsische Dienste,wurde Major in einem Kiirassierregimente, darauf Oberstlieutenant,Oberst und Commandern- des Arnimschen Regiments, zu dessen fünfCompagnien er noch fünf andere warb. Mit demselben half er denglänzenden Sieg bei Liegnitz über den kaiserlichen General Gallas er-fechten, und leistete dem Kurfürsten von Sachsen so treue Dienste,dass dieser ihm eine goldene Gnadenkette, sechs hundert Kronen anWerth, und noch eine andere mit seinem Bildnisse schenkte. Auchwurde er ihm 60,000 Thlr. für Sold und baaren Vorschüss schuldig.Der Oberst Hans wohnte nachmals in Plessow, und hat Stülpe, IIol-beck, Schmelkendorf, Biesdorf und Liessen durch Tausch gegen dieNeuendorffschen Güter, welche ihm seine Gemahlin Klisabeth Sophiev. Langen zugebracht, erworben.
Heins Heinrich I. (1056 —1678), Daniels II. Solin, kurbrandenbnr-gischer Hauptmann der Artillerie und Domherr zu Brandenburg, Be-sitzer von Kemnitz.
Heins Ernst (1633 —1636), Hans "VIII. zweiter Sohn, stndirte zuWittenberg, war kurfürstlich brandenburgischer Kammerjunker undCommissarius des zauchschen Kreises. Zu den Plessowschen Güternerstand er noch Resau. Gemahlin: Louise v. Hake.
Friedrich Wilhelm I. (1642 —1701), Hans VIII. dritter Sohn, stu-dirte auf den Universitäten Wittenberg und Orleans. Als 1670 der KriegFrankreichs gegen die Niederlande ausbrach, und der kriegerische Bi-schof von Münster Truppen dazu warb, liess er sich als Hauptmannbei denselben anstellen, der grosse Kurfürst rief ihn aber als seinenVasallen von da ab. Unter demselben wohnte er der siebenmonatli-chen Belagerung und Eroberung von Stettin bei. Er war Commissa-rius des luckenwahlischen Kreises und Besitzer von Stülpe.
Heins Wilhelm I. (1672—1730), Hans Emsts ältester Sohn, Land-rath des zauchschen Kreises, und Besitzer der Plessowschen Güter.Gemahlin: Sophie Katharina v. Arnim.
Adam Ernst I. (1676 —1706), Hans Emsts zweiter Sohn, ging inkursächsische Dienste, nahm aber Urlaub, um mit den brandenburgi-schen Truppen nach Brabant zu gehen. Nach Beendigung dieses Feld-zuges begab er sich zu seinem Regimente zurück, und begleitete denKönig von Polen zu seiner Krönung nach Warschau. Nachdem er denAbschied genommen, wurde er Commissarius des zauchschen Kreises,und wohnte auf seinem Gute Stülpe. Gemahlin: Christiane Charlottev. Einbeck.
Hans Friedrich II. (1698 —1787), Hans Wilhelms I. ältester Sohn,trat bei der preussischen Garde ein, wurde Oberst des Regiments Her-zog von Braunschweig in Magdeburg und Commandant in Neisse. BeimAusbruche des siebenjährigen Krieges war er Generallieutenant undGouverneur von Berlin. Als während desselben 1757 diese Residenzvon dem 70,000 Mann starken Corps des General Haddiks angegriffenwurde, hatte er zur Vertheidigung nur zwei Bataillone des Garnison-regiments von Lange, das berlinsche Landregiment v. Lüderitz undeinige Rekruten. Er hatte auch nicht den Befehl, sich zu halten, son-dern nur den die königl. Familie zu retten. Diese brachte er nachSpandau in Sicherheit, nachdem er jede Capitulation verweigert hatte,musste er sich aus der Stadt zurückziehen, weil die Vorstadt durchgrosse Uebenuacht genommen, die l'allisaden des schlesischen und cot-busser Thores eingeschossen, und die wenigen Garnisontruppen zu-rückgeworfen worden waren. Beim zweiten Angriff von Berlin (1760)war er noch Gouverneur, und es befand sich zufällig noch daselbstder Feldmarschall v. Lehwald und der Generallieutenant v. Sejdlitz,
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