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Rocliow.
die Feldmark Neuendorff. Er war kurfürstlich brandenburgischer Rathund Amtshauptmann zu Potsdam. 156*2 begleitete er seinen Landes-lierren nach Frankfurt a. M., wo Maximilian 11. zum römischen Kai-ser gewählt wurde. Er ist dreimal vermählt gewesen, 1) mit Barbarav. Thümen, 2) mit einer v. Schlaberndorf, 3) mit Margarethe v. Hake.
Ludulf I. (1573 —1601), des Vorigen Sohn, Besitzer von Golwitzund Gross - Benitz.
Joachim III. (1609—1687), des Vorigen Sohn, und Besitzer derväterlichen Güter.
Ludulf Erdmann (1640—1687), des Vorigen Sohn, sächsischerHauptmann der Chevalier-Garde, vertauschte Golwitz gegen Jeserig.Gemahlin: Gertraude v. Beyern.
Melchior Heinrich (1658 —1714), des Vorigen Sohn. Mit ihm er-losch die Golwitzsche Linie, nachdem deren Besitzungen verloren ge-gangen waren bis auf Jeserig, welches seinen Lehnsvettern zufiel..
IV. Plcssowsche Linie.
Hans V. (15*29—1569), Hans IV. vierter Solln, erhielt als Erb-tlieil die Güter Plessow, Caput, Ferch, Wildenbruch und einen An-theil an Grebs. Gemahlin: Anna v. Dieskau.
Geonj (1518—1583), Hans V. ältester Sohn, des Kurfürsten vonder Pfalz Landrichter und Plleger zum Bergstein und Weiden. Be-sitzer des Gutes Crummenab in der Pfalz. Gemahlin: Elisabeth v.Lüderitz.
Christoph II. (156*2—1575), Hans V. zweiter Sohn, besuchte imGefolge des Kurfürsten von Brandenburg 1562 den Wahltag zu Frank-furt a. M., und zog unter dem Pfalzgrafen Philipp nach Frankreichden Protestanten zu Hülfe. Zuletzt lebte er als Rittmeister am Hofedes Kurfürsten Johann Georg von Brandenburg.
//«>is VII. (1550—162*2), Hans V. fünfter Solln, zog mit demPfalzgrafen Kasimir zur Belagerung nach Gotha, und dann mit sei-nem Bruder Christoph nach Frankreich, wo er 1569 unter Coligny inder Schlacht von Moncontour focht. Nach dem Religionsfrieden vonSt. Germain en Laye ging er in sein Vaterland zurück, und lebte andein Hofe des Kurfürsten Johann Georg als dessen Kammerj unker, alsaber nach der Pariser Bluthochzeit die Protestanten wieder zu denWaden griffen, zog er nocli einmal für sie ins Feld, mit einer Fahne,in der mit goldenen Buchstaben die Worte standen: „Das Blut JesuChristi macht uns rein von allen Sünden." Zu den väterlichen Gü-tern, von denen jedoch Caput an den Landesherren verkauft wordenwar, erwarb er Zolchow und Kemnitz. Er war Amtshauptmann zuJerichow und Zinna. Gemahlin: Ilippolyta v. Brösigke.
Hans Joachim I. (1592—1612), Georgs zweiter Sohn, HerzogLudwigs von Wiirtemberg Kämmerer und Forstmeister zu Urach, Be-sitzer von Crummenab.
Wichard VII. (1592-—1623), Georgs dritter Solln, kurpfälzischerLandrichter und Ptleger zu Bergstein und Weiden.
Daniel II. (1586—1656), Hans VII. zweiter Sohn, erzbischöllichmagdeburgischer, hernach kursächsischer Ratli und Amtshauptmann zuDahme und Jüterbogk. Gemahlin: Anna Barbara v. Unruh.
Hans VIII. (1596-—1660), Hans VII. dritter Sohn, studirte aufder Universität Padua. Während des dreissigjähr. Krieges war er beimkursächsischen Regimente des Generallieutenants Wolff v. MansfeklRittmeister, ging dann in brandenburgische Dienste und zog mit derSchwester des Kurfürsten Georg Wilhelm, Prinzessin Katharina, aufdas Beilager des Fürsten Bethlen Gabor nach Caschau in Siebenbür-