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Rocliow.
Friedrich Wilhelm IV. (1689—1764), Konrad Moritz I. sechsterSohn. Nachdem er in savoyischen Diensten Generaladjutant gewesenwar, wurde er Major hei dem preussischen Regimente v. Katte. AlsOberst des Regiments Prinz Friedrich in Schwedt, wurde er vom Kö-nige Friedrich Wilhelm I. zum Gouverneur des Kronprinzen ernannt.Nachdem dieser zur Regierung gekommen war, zeichnete er sich un-ter den Fahnen seines grossen Königs in der Schlacht von Czaslau soaus, dass derselbe ihn auf dem Schlachtfelde zum Chef des Jung-Wal-dowschen Regiments machte. Bald darauf wurde er Generalmajor, undstand bei der Armee in Böhmen. Als im zweiten schlesischen Kriegedie Magazine von Troppau und Jägerndorf nach Neisse gebracht wur-den , deckte er den Zug mit 1900 Pferden und einem Bataillon Gre-nadieren. 4000 Ungarn, halb Husaren, halb Panduren, griifen ihn an,wurden aber zurückgeworfen, und Friedrich der Grosse sagt: „Dies seidie erste Gelegenheit gewesen, wo die preussische Cavallerie eine Er-fahrung ihrer neuen Beweglichkeit gemacht und deren Nutzen erprobthabe." Nach der Schlacht von Ilohenfriedeberg wurde er General-lieutenant. In der Schlacht bei Sorr nahm er das Damnitzer Infante-rieregiment und ein Bataillon Collowrat gefangen. Beim Einfalle desKönigs in Sachsen half er den Feind bei katholisch Hennersdorf überden Haufen werfen, und war bei der Schlacht vor Kesselsdorf, Erwar Ritter des schwarzen Adlerordens und Domherr zu Halberstadt.Gemahlin: Sophie Henriette, Gräfin v. Katte.
Ehrenreich Adolph II. (1686 ■— l/5'>), August Wilhelms I. zweiterSohn, war Hauptmann der sächsisch - polnischen Chevalier-Garde undBesitzer von Jeseritz. Gemahlin: Elisabeth v. Britzke.
Ferdinand Edmund (1Ö79—176.1), Otto Edmunds Sohn, Besitzervon Obernhausen, Erbmarschall der deutschen Ordens - Bailei Vieux-Jones, kurfürstlich cölnischer Staatsminister und Kammerherr.
Aemilius Friedrich (!099—1769), Samuel Friedrichs zweiter Sohn.Als sächsisch-polnischer Oberst und Chef eines leichten Infanteriere-giments stand er 1733 in Polen bei der Armee, welcho die Wahl Kö-nig August Iii. gegen die Partei seines Nebenbuhlers Stanislaus unter-stützte. Im folgenden Jahre befand er sich bei der Belagerung vonDanzig, und als der sächsische Hof dem Kaiser ein Iliilfscorps gegendie Türken schickte, machte er diesen Feldzug in Ungarn mit, und-zeiohriete sich als Generalmajor bei einem Gefechte vor Widdin aus.Er rettete nämlich ein unter dem Obersten Hülfreich gegen den FlussTimock vorgeschicktes Detachement von 5 Grenadier-Compagnien undti Kanonen, welches in voller Flucht von den Türken verfolgt wurde,durch die Kühnheit, mit der er dem Feinde entgegenging. Als erdann selbst von der Uebermacht umzingelt wurde, liess er das dritteGlied kehrtmachen, und schlug so alle Angriffe zurück. Nach demFrieden wurde er General - Inspecteur der Infanterie. Im ersten schle-sischen Kriege war er bei den sächsischen Truppen, die einen Einfallin Böhmen machten, und sich bei Prag mit den Preussen vereinigten.Bei der Einnahme dieser Festung conunandirte er einen Angriff. Imzweiten Feldzuge dieses Krieges ging er über Deutsch-Brod nachMähren, wo er einen Theil der Avantgarde befehligte. Diese vereinigtesich bei Gross-Meseritz wieder mit den Preussen, und vertrieb denFeind aus Jolau. Im zweiten schlesischen Kriege wurde er General-lieutenant und bekam das .Schönbergische Füsilierregiment, mit demer in der Schlacht bei Kesselsdorf focht. Als General der Infanteriewurde er nachmals im Lager bei Pirna gefangen.
Friedrich Ludwig II. (1701 —1760), Samuel Friedrichs fünfter Sohn.Nachdem er bei der kurhessischen Garde gestanden hatte, ging er alsYolonteur mit dem Prinzen Maximilian v. Hessen nach Sichren in den