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Rocliow.

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Otto Christoph I. (1607 — 1659), Wolf Dietrichs I. fünfter Sohn,Auf (lern Joachiinsthalschen Gymnasium in Berlin unterrichtet, alsPage beim Landgrafen Ludwig Philipp zu Simmern, und beim Kur-fürsten Georg Wilhelm v. Brandenburg erzogen, focht er unter dreiHelden des 30jährigen Krieges, unter Mansfeld, Bernhard v. Weimarund Gustav Adolph. Dieser machte ihn zum Kammerjunker, Oberstenund Chef eines Reiterregiments, mit dem er den Feldschlachten jenerZeit beiwohnte. Nach dem Tode des Feldmarschalls Torstenson, derihm besonders wohlwollte, verliess er den schwedischen Dienst, undlebte eine Zeit lang auf dem Lande, bis ihn der grosse Kurfürst zuseinem Hofmarschall ernannte. Von demselben erhielt er die Anwart-schaft auf das Gut Regenslage in der Altmark. Von Otto v. Kalen-berg hatte er das Gut Schulzendorff wiederkäuilich, war Mitbesitzervon Ratzins und Comthur des Johanniterordens zu Werben. Gemah-lin : Margaretlia Elisabeth v. Moltke.

Konrad Moritz I. (1645—1693), Georg Wilhelms zweiter Sohn,Besitzer v. Goltzow, und vermählt mit Ursula Sophie v. Rocliow.

August Wilhelm I. (1648 —1691), Ehrenreich Adolphs I. Sohn, Be-sitzer von Trechwitz, war vermählt mit Hedwig Marie v. Bochow.

Martin Ferdinand (geb. 1638), Hans Zacharias II. dritter Solln.Als dänischer Oberst erstach er im Zweikampfe einen Grafen Ranzow,weshalb er in sächsische Dienste ging. Er blieb während des Tiirken-krieges vor Ofen 1683.

Otto Edmund (1656—1677), Hans Zacharias II. vierter Sohn, Erb-marschall der deutschen Ordens-Ballei Vieux-Jones, Besitzer vonObernhausen im Erzstifte Münster, vermählt mit Maria Franziska v.Lainergette -Eysden.

Samuel Friedrich (1641—1728), Hans Zacharias II. sechster Sohn,studirte in Heidelberg und war in dänischen Kriegsdiensten bis zumFrieden Dänemarks mit England. Nachdem er dann eine Zeit langbeim Landgrafen von Hessen-Cassel Ilofjunker gewesen war, wurdeer kurpfälzischer Hof- und Ehegerichts - Rath, auch Kammerherr undvon den Kurfürsten Karl und Philipp Wilhelm zu Gesandtschaften anKursachsen, Kurmainz, Brandenburg und den Deutschmeister gebraucht.Bei der Invasion der französischen Armee in der Pfalz benahm er sichmit vieler Geistesgegenwart und wurde zum Landgrafen von Hessen-Cassel geschickt, um Hülfe zu negoeiiren. Dieser nahm ihn bald dar-auf in seine Dienste als Ober-Consistorialrath und Regierungspräsi-denten, zuletzt als Staatsminister, und trug ihm Gesandtschaften an denpreussischen, trierschen, pfälzischen, braunschweigschen, miinsterschenund mecklenburgischen Hof auf. Im Alter zog er sich auf sein GutErbesbiedesheim zurück, wegen dessen er zur reichsfreien Ritterschaftgehörte. Gemahlin: Sophie Juliane v. Ahrendsdorff.

Gustav Wilhelm (1604 —1711), Otto Christophs I. ältester Sohn,sächsischer Oberst, Kammerherr und Hauptmann auf Senftenberg, Be-sitzer von Schulzendorff.

Otto Christoph II. (1677.), Otto Christophs I. zweiter Sohn, Johan-niterritter und kursächsischer Kammerherr, Besitzer von Ratzins, wel-ches er veräusserte.

Christoph Daniel (1685 —1739), Konrads Moritz I. vierter Sohn,zuerst in polnischen Diensten, dann Landrath des zauchschen Kreises,Iohanniterritter und Ritter des Ordens de la generosite.

Daniel III. (jl713■—1735), IConrad Moritzs I. fünfter Sohn, warMajor im savoyischen, dann Oberstlieutenant in preussischen Dien-sten , und commandirte zuletzt als Oberst das Cavallerieregiment vonBuddenbrook in Königsberg. Gemahlin: Helena Katharina von derGröben.