Risselmann.
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Das Wappen dieser Familie zeigt im silbernen Felde den obern Tlieileines Gemsenscbädels mit Gehörn und Obren, woraus sieben Bluts-tropfen fallen; auf dem Helme das nämliche Wappenbild. Dieses Wap-pen, welches nach den alten Sigillen eine Seemuschel zu sein scheint,und später erst durch unrichtige Abzeichnung diese Gestalt erhaltenhat, hat wahrscheinlich die Familiensage gebildet: der Erste diesesNamens sei ein Geinsenjäger gewesen, der dem Kaiser Maximilian 1493auf der Martinswand mit dem Ausrufe: O geh heimb! den Pfad zuseiner Rettung gezeigt, wesswegen ihn der Kaiser geadelt und ihm denNamen Oheimb gegeben. — Aehnliche Sagen werden auch von demUrsprünge des österreichischen Geschlechts der Hollauer von Hohenfels,und dem voigtländischen der Spitzner erzählt. (M. s. Hormayrs hist.Taschenbuch 1820. S. 208 — 228, und dessen Archiv für Geschichte1821. No. 4. und 1828. S. 77.) — Ausser diesem Geschlechte gab esin Augsburg eine Patrizierfamilie von Oheimb, die im Jahre 1492 alsVasallen der Burggrafen von Burgau vorkommen. (M. s. BurgemeistersGrafen- und Rittersaal T. I. S. 31.) Desgleichen eine adelige Familievon Oheim, die bei Striegan in Schlesien begütert ist. — Aus wel-chem Gescldechte einer der berühmten Kriegsobersten des HerzogsBernhard von Sachsen-Weimar, N. Oehm - Ohm, der im 30jährigenKriege bekannt war, entsprossen, ist unbekannt, wahrscheinlich ausdein reichsstädtischen Geschlechte der Oehm oder Oheimb aus Mühl-hausen, woraus sich der Dr. Christian Oheim, Bürgermeister da-selbst, als juristischer Schriftsteller und als Abgeordneter auf demevangelischen Convent zu Leipzig (am 6. Februar 1631) ausgezeich-net hat.
Risselmann, die Herren von.
Eine märkische Familie, deren Stammsitz Schünwalde bei Span-dau ist. Der Canonicus von Risselmann war mit einer von Beerenverheirathet, und hinterliess bei seinem am Anfange dieses Jahrhun-derts erfolgten Tode drei Söhne, und zwar:
1) Karl v. R., früher Ofiizier beim Regimente Garde du Corpsund demnächst beim 6. Kiirassierregiinente, jetzt Kreis-Deputirter desost-havelländischen Kreises, Besitzer des bedeutenden Ritterguts Schönwalde bei Spandau; er ist mit Johanne von Guretzky - Cornitz ver-mählt, aus welcher Ehe drei Kinder entsprossen; aus einer früherenEhe mit einer von Knoblauch sind ihm vier Kinder geboren. Er hatvier Söhne, die sämmtlich noch im jugendlichen Alter stehen.
2) August v. R., Rittmeister ausser Diensten, Ritter des eisernenKreuzes 2. Classe und Rittergutsbesitzer auf Matschdorf im frankfurterRegierungsbezirke und auf Crussow in der Uckermark. Er ist mitMarie, Gräiin Fink von Finkenstein aus Ziebingen, vermählt, und hatvier Söhne in dieser Ehe erzeugt.
3) Heinrich v. R-, Rittergutsbesitzer auf Görbitsch bei Reppen.Unverheirathet.
Das Wappen dieser Familie besteht in einem quadrirten Schilde,wovon das Feld No. 1 und 4 den preussischen schwarzen Adler aufgoldenem Grunde zeigt, dagegen sich in den silbernen Feldern No. 2und 3 ein wilder Mann in blauer Farbe befindet, in die rechten Handein Baumreis haltend, den linken Arm dagegen in die Seite stützend.Der gekrönte Helm ist mit zwei schwarzen Adleriiügeln geschmückt,in deren Mitte ein Baumreis in blauer Farbe emporwächst.
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