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Oliciiub.

Olieimb, die Herren von.

Sie gehören zur alten Kitterschaft in Westphalen. In den ältestenUrkunden dieses Geschlechts (Scheids historische diplomatische Nach-richten vom hohen und niedern Adel, S. 234. 279- 340. 389 und 390)kommt es unter dem Namen Oin und Ohm vor. Wedehindus de Omverkaufte mit seinen Schwägern Conradus und Tliiedericus de Role-veshusen vier Hufen daselbst und zu Wendeleveshusen (1294) an das Klo-ster Polle. — Wahrscheinlich waren Ludolf und Heinrich von Ollinseine Söhne, welche ihre Schwester, die Wittwe von Eberhard vonNeesten, mit Gütern in Reynsen beleibziichteten (1338). Auch gabeneinige Jahre früher (1333) der Ititter Bodo und sein Sohn Bodo vonOhm ihre Zustimmung, als Eberhard von Neesten und seine FrauElisabeth ihren Hof zu Südhorsten dem Jungfraukloster zu Oberkir-chen veräusserten. Der Name Om scheint nicht von einem Verwandt-schaftsnamen abgeleitet zu sein, sondern von dem Dorfe Om, wovonder Ritter II. de Hemmenlmsen 7 Hufen dem Kloster Loluiluin ver-kaufte (1251). — Moritz Christian und Ludwitj Christian von Oheimbwaren Capitaine in den kurbraunsckweigischen Regimentern unter demFeldmarschall Grafen von der Schulenburg , die den Feldzug in Mo-rea 171 ö mitmachten. Krsterer blieb bei der Erstürmung von Negro-ponte, Letzterer verheirathete sich bei seiner Zurückknnft mit Julianavon iYIorstein, die Letzte aus einem reichsritterschaftlichen Geschlechtein Franken, mit der er 24 Kinder erzeugte. Von den zwölf Söhnen,welche alle erwachsen und in Kriegsdiensten standen, zeichnete sichbesonders Albrecht Christian v. O. (geb. 1704) aus, welcher als hess.-casselsclier General der Cavallerie, Gouverneur der Festung Rinteln,Amtshauptmann zu Rodenberg und Sachsenhagen, auch Ritter derhessischen Orden 1780 starb. Er hatte seit 1718 dem Hause Hessenin allen den damaligen Kriegen gedient, wo er in der Schlacht vonCrefeld, am 23. Juni 1758, mit seinem Regimente Gensd'armes demkönigl. franz. Regimente Gensd'armes die Leib- und noch zwei andereKstandarten entriss. Ob er gleich in der Schlacht von Minden am 1.Aug. 1759 gleich am Anfange zwei Wunden am Kopfe erhielt, so hieber doch mit den hessischen Reiterregimentern so tapfer in den Feind,dass man ihm theilweise den Sieg beiinass, wesswegen auch der Her-zog Ferdinand von ßraunschweig dem General in seinem Zelte persön-lich den Dank abstattete. Erst in seinem OOsten Jahre verheiratheteer sich mit Sophia Henriette, Grälin von Mellin, aus dem HauseFahnrow in Pommern, Erbin von Südhemmen im RegierungsbezirkeMinden, die ihm 4 Töchter gebar, wovon drei in die edlen Geschlech-ter Rodenhausen, Boineburg-Mengersen und Münchhausen sich ver-lieiratheten, von deren Sühnen unter andern B., Freiherr v. Münch-hausen, als königlich hannöverscher ausserordentlicher Gesandterin Berlin, und Moritz, Freih. v. Boineburg, als k. k. österreichischerGeneralmajor und Kämmerer in Temeswar sich belindet.

Ein Nelke von Albrecht Christian v. O., Hans Georg, war einerder Adjutanten des berühmten Grafen Friedrich Wilhelm von Lippe-Bückeburg, welcher denselben nach Portugal in den Feldzug gegenSpanien begleitete. Er schwang sich bis zum Obersten empor undstarb in seinem 86sten Jahre 1817 auf seinem Gute Ilolzhausen beiMinden. Sein einziger Sohn, Friedrich Wilhelm v. O., den der Gralselbst aus der Taufe hob, ist seit 1796 königl. preussischer Kammer-herr und Erbherr auf Binzen, Helpzen, Stadthagen und Ilolzhausen,welche Güter schon seit 1391 diesem Geschlechte gehörten. Kr istdurch seine beiden Frauen, aus dem Geschlechte der von Ledebur,Vater von sechs Kindern.