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Maltzalin,
Pommern, hatte mit den Herzogen beider Länder Streit, wobei seinScliloss Wolde zerstört ward, 1494. Iir Holl nacli Böhmen, wussteseine Sache aber so zu führen, dass er im Jahre 1501 das mecklenbur-gische Städtchen Pentzlin sammt allen Herrlichkeiten und vielen umlie-genden Gütern unter dem Namen einer Herrschaft zu Lehen erhielt,der später noch die Lehen Passentin und Kittendorf beigefügt wur-den. Von seinen beiden Söhnen setzte Georg die alte pentzlinerLinie bis 1764 fort, sie trat aber Pentzlin schon 1701 an die Nach-kommen des andern Sohnes Joachim ab. Dieser Joachim stand in ho-hem Ansehen bei dem Könige Ferdinand I. von Ungarn und Böhmen.Er befehligte dessen Kriegsschaar bei Pavia, und ward mit seinemBruder Georg 1530 auf dem Reichstage zu Augsburg zu Reichsfrei-herren zu Pentzlin und Wartenberg, der inzwischen in Schlesien er-standenen Herrschaft, ernannt. Joachims Nachkommen blieben inSchlesien, und knüpften Verbindungen mit den Häusern Waldstein,Lomnitz, Lobkowitz, Schlick u. s. w. {.Johann Bernhard zu Neu-schloss, S640; seine Gemahlin war eine Grätin von Hohenzollern.)Statt Wartenberg erwarb Joachim II. im Jahre 1675 Militsch, aus demsich drei Herrschaften , das heutige Militsch, Neuschloss und Freihan,mit eben so vielen Linien bildeten. Zugleich gewann er seinen Nach-kommen das Indigenat in Ungarn und Böhmen. Freihan kam durchVerheirathung aus dem Besitze der Familie. Die Linie zu Militschward mit Joachim Andreas in der Mitte des 17. Jahrhunderts in denReichsgrafenstand erhoben. Aus dieser Linie ist der jetzt lebendeGraf v. Maitzahn, königl. preuss. Gesandter in Wien. Sein Onkel,der Graf Eugen v. Maitzahn, ist Kammerherr bei der Prinzessin Wil-helm von Preussen. Der Vater des Gesandten, Karl Joachim, Graf v.Maitzahn, Ritter des schwarzen Adlerordens, war früher Gesandterin London.
Die Linie zu Neuschloss erwarb im Jahre 1701 Pentzlin wiederund blieb hier wohnen. Der Erwerber, Hans Heinrich, gest. 1706,war kursächsischer Oberst und designirter Comthur zu Lützen. SeinSohn, Otto Julius, gest. 1716, war Geheimer Rath und Kammerpräsi-dent des Markgrafen von Schwedt. Seine Gemahlin war eine Schwe-ster des Generallieutenants v. Winterfeldt. Sein Sohn, Joseph, gest.1805, diente einige Zeit bei dem Prinzen Heinrich, Bruder Friedrichs II.,als Oberstallmeister. Eine seiner Schwestern war an den Oberststall-meister Grafen Schwerin, die andere an den Letzten des Geschlechtsv. Gericke vermählt, dessen Erbin sie ward. Aus der HerrschaftPentzlin ist jetzt ein Fideicommiss gemacht, und die Landmarschalls-würde des Fürstenthnms Wenden erblich damit verbunden.
Die Linie des Liideke auf Sarow gelangte später, nach Ausster-ben der älteren Linie, zum Besitze von Kummerow, und bewahrt dasErblandmarschallat von Pommern als ein Seniorat in den Zweigen vonSarow und Kummerow. Andere Branchen sind auf Vanselow undUzetel. Albrecht Karl v. M. auf Uzetel war lange Zeit mit Auszeich-nung Landrath des demminschen Kreises bis 1880.
Helmuth Burkard v. M. war preussischer Gesandter in Stockholm,1753 — 55, dann in Dresden bis 1756, wo er seinem Könige den ge-heimen Tractat zwischen Oesterreich, Sachsen u. s. w. verschallte, indessen Folge der siebenjährige Krieg begann. Er starb 1757, und waraus dem jüngeren Hanse Kummerow, welches gegenwärtig das gräf-lich von Plessensche Majorat Ivenak in Mecklenburg besitzt. JoachimAll/recht von Maitzahn, Graf von Plessen, stellte im Jahre 1813 alleseine fünf Söhne zum Kampfe. Der älteste, Gustav, jetziger Besitzerdes Majorats, diente lange Zeit fort, als Adjutant des Prinzen Wil-helm, Sohn des Königs. Der zweite, Helmuth v. M. auf Zellmin,