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4 (1842) P - Z
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Koppy.

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Das dem Gescldeclite v. Knoll vom deutschen Kaiser beigelegteWappen bestellt in einem goldenen Schilde, in welchem ein gegen dieHechte gekehrter geharnischter Arm, einen abwärts gesenkten, miteiner natürlichen Schlange mit rothein Stachel umwundenen, rotli be-tiederten Pfeil haltend, erscheinen. Auf dem Schilde ruhet ein freioffener, rechts gekehrter, blau angelaufener, rotli gefütterter, mit um-habendem goldenen Kleinode und rechts mit Gold und rotli, linksaber mit Gold und schwarz vermischt herabhängenden Decken gezier-ter adeliger goldgekrönter Turnierhelm, worauf der im Schilde be-schriebene geharnischte Arm den Pfeil mit der Schlange aufwärts ge-kehrt hält.

Koppy, die Freiherren von. Bd. III. S. 150.

Eine altadelige ungarische Familie, die noch heut ein Wappenführt, welches in einer Chronik von dieser Familie, wie folgt, wört-lich beschrieben ist:

Selbige Familie führt einen Schild, so vom Vordem, Untern bisHintern Ober-Eck der Schreg nach also abgetheilt, dass der UntereTheil weiss, der Obere andere aber blau oder Lasur Farben ist. ImGrund desselben stehen neben einander drei mit den Spitzen übersich gekehrte rothe Ungarische Coppey, mit zurücklliegenden weiss undrothen Fähnlein, auf dem Schild ein frei offener adlicher Turniers-Helm, zur linken mit rotli und blauer, zur rechten Seiten aber mitblau und weisser alten Fränkischen Helmdecken, und darob mit einergelb oder Gold färben Königlichen Krön geziert, aus welcher zwischenzweien mit den Saxen einwerts gekehrten, und iiberzwerch mit Far-ben also abgetheilten Adlers-Fügeln, dass der hintere unten blau, obenweiss, der vordere unten rotli und oben blau ist, aber rechts ein übersich gekehrter Ungarischer rother Coppy mit dein blau und weissenFähnlein erscheinet."

Nach derselben Chronik heisst es:Was den Ursprung anlanget,so haben die fatalen Zeiten, als die Landverderblichen Kriege, er-bärmlich Feuers-Brünste und fast schädliche Unachtsamkeit, uns allerDriellichen Urkunden und Geschlechts-Nachrichten gänzlich beraubt,massen noch letztlich anno löäl der unverhoffte und grausame Brandin der Stadt Crossen an der Oder, in welchem nicht nur das Schloss,sondern auch die Kirche (aller besagten Urkunden unter andern mitverwahrt gelegen) nebst der Schulen und fast ganzen Stadt ganz er-bärmlich in Feuer aufgegangen, sothann völlig consumiret."

In der Dresdner Bibliothek liegt aber (nach einem Familien-Pa-piere) ein dünnes Buch in Folio, welches blos von der KoppyschenFamilie handelt und unter Andern sagt: dass ihre Urahnen Königevon Ungarn und Siebenbürgen gewesen wären, daher in das Koppy-sche Wappen die königliche Krone gehöre. Die ganze Beschrei-bung, wie sie um die Königswürde gekommen sind, ist da zu linden;sie sind nachher blos Palatine von Ungarn und Siebenbürgen gewesen,wo der Aelteste die Grafschaften Koppyburg und Schrossburg besass,welche Linie aber ausgestorben und deren Güter von Maria Theresiaanderweitig vergeben worden sind. Hans Franziscus , welcher als einjüngerer Bruder nur von Koppy gewesen ist, nahm die Lehre Luthersan, und verliess sein Vaterland last am weissen Stabe. Er hat sichnachher in schwedischen Diensten unter Gustav Adolph sehr ausge-zeichnet und zum Feldherrn emporgeschwungen. König Friedrich 11.gedenkt seiner in einem seiner Werke; man hat ihn nach dem west-phälischen Frieden nach Hamburg berufen, wo er noch in einer derv. Zedlitz Adels-Lex. IV. 20