Druckschrift 
4 (1842) P - Z
Entstehung
Seite
400
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Klocli Knoll.

Diese Familie fuhrt ein quadrirtes Schild; im i. und 4. goldenenFelde ist ein iVlohrenkopf, im 2. und 3. blauen Felde eine rotlie Kir-che dargestellt. Der gekrönte Helm ist mit fünf blau und gold ab-wechselnden Straussfedern geschmückt.

Kl och, die Freiherren nntl Herren von.

Dieses Geschlecht stammt, wie die Grafen Sobeck , die Herren v.Guretzki u. s. w., aus dem vornehmen, alten Hause Kornitz (m. s. d.Art.). Der Zweig Klocli v. Kornitz war, wie der Stamm selbst, vor-züglich im Fürslenthuine Teschen , begütert. Zuerst kamen zwei lüt-ter dieses Geschlechtes mit Niholas vor; sie besessen 1534 40 dieGüter Dobrzenitz, Bestwien, Oschab u. s. w. Hin Nachkomme vonihnen war IVenzcl v. Klocli und Kornitz auf Ustron, der sich um dasJahr 1090 mit der Schwester des Olmützer Bischofs Pawlowski ver-mählte. Ferdinand Niladas Klocli v. Kornitz und Bestwien warBesitzer von Gollasowitz in der Standesherl schalt Pless und Landrich-ter dieser Landschaft. Auch in der Standesherrschaft Beuthen wardie Familie ansässig; Iiarl Heinrich v. Klocli besass hier das Gut Bu-jakow. Im vorigen Jahrhunderte erwarb sie auch im TrebnitzschenGüter, wo das schöne Rittergut Massel, das alte IMassilia der Lygier,von dem in Beziehung der hier vorgefundenen Alterthümer Uber undHermann (der Letztere in seiner Masslographie) ausführliche Beschrei-bungen geliefert haben, noch heute ein Kigenthuin des freiherrlichenHauses v. K. ist. Franz Leopold, Freiherr v. K. auf Ellguth-Mas-sel, erhielt am 5. März im Jahre 1X05 ein Anerkennungsdiplom seinerfreiherrlichen Würde. Der gegenwärtige Besitzer von Massel ist derGeneralcommissarius und Jolianniterrilter Freiherr v Klocli und Kor-nitz. In der Armee stand (SOti der Oberst und Commandeur einesFüsilierbataillons, Baron v. Kloch in Sieradz; er ist im Jahre 1820gestorben. In Berlin lebt eine verwittwete v. Kloch, geb. v. Lentz,von deren Töchtern Fransigen v. K- mit einem Capitain v. Clausewitzvermählt, eine andere, Emma K., Conventualin des Stifts Geseckeund Keppel ist,

Das freiherrlich v. Klochsche Wappen ist gespalten. Die rechterotlie Feidung zeigt das Kornitzsche goldene Tischgestell, im linkenblauen Felde sind drei schräg unter einander liegende silbernePfeile vorgestellt. Auf der Krone des rechten Helmes stellt ein roth-gekleidetes Mannsbild ohne Arme, mit weissem Barte und rotlierZipfelmütze; auf dem linken Helme ruhen drei übers Kreuz gelegtePfeile. M. s. Sinapius, 11. S. 7.i0 u. f. Paprocius Specul. fol. 320.

Knoll, die Herren von.

Ein Geschlecht, sonst in Schlesien mit adeligen Gütern angeses-sen, zog sich nach Siidpreussen, in welcher Provinz ihm die siid-preussische Landmannschaft im Kitterstande von Friedrich Wilhelm II.mittelst Incolatsdiplom vom 10. Juni 1790 verliehen ward. In dersonst siidpreussischen Provinz Posen besitzt ein Abkömmling diesesGeschlechtes, der Geheime Ober-Rechnungsrath v. Knoll zu Potsdam,noch Güter, und zwar die im Regierungsbezirke Bromberg, KreiseWongrowitz, gelegenen adeligen Güter Sarbia und Hohenwalden. Ver-mählt ist derselbe mit Juliane Mathilde v. Bose, aus dem uralten Ge-schlechte der v. Bose, Linie Frankleben bei Merseburg, Mitbesitzerindes durch die Schlacht bekannten Gutes Rossbach unweit Merseburg.