Zedlitz.
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ging, wodurch das griid. Haus Zedlitz - Wilkau - Triitzsclder entstand(in. s. auch den Art. Triitzsclder). — Das freiherrliche Haus Zedlitz-Neukirch besitzt die Neukircher und Tief-Hartmannsdorfer Güter, na-mentlich ist Wilhelm, Freiherr v. Zedlitz-Neukirch, Landrath desKreises Schönau, Herr auf Neukirch, Hermannswalde, Rosenau undSchönhausen. — Otto, Freiherr v. Zedlitz-Neukirch, königl. Majorund Landschaftsdirector, ist Herr auf Tief-Hartmannsdorf, Nieder-Kaull'ung und Ratschin, sämmtlich bei Schönau gelegen. Die GüterHohen-Liebenthal, Fischbach, Harpersdorf, Hermsdorf n. s. w., beiHirschberg, Löwenberg und Goldberg, die einem jüngeren Zweige die-ses Hauses gehörten, sind sämmtlich erst am Anfange dieses Jahrhun-derts in andere Hände gekommen. — Von der Linie Zedlitz-Leipebesitzt Ernst Wilhelm Sigismund, Graf v. Zedlitz-Leipe, die HerrschaftKratzkau, und Kurl Adolph Sigismund, Graf v. Zedlitz-Leipe, Kam-merherr und Landesältester, die Rosenthaler und Dankwitzer Güter,— August, Freiherr v. Zedlitz-Leipe, besitzt die Ziilzendorfer, undsein Bruder, Karl, Freiherr v. Zedlitz-Leipe, die Teichenauer Güter,sämmtlich bei Schweidnitz gelegen (soviel uns bekannt ist, gehörendenselben auch die Prinzniger Güter im Liegnitzischen). Ebenso lie-gen zwischen Schweidnitz und Neumarkt die Güter des im Jahre 18.15verstorbenen Sohnes des berühmten Staatsministers, Freiherrn Ahra-ham v. Zedlitz, Kapsdorf, Käntchen, Kammendorf u. s. w., welchenach dem Testamente des letzten Besitzers zur Gründung eines Fiäu-leinstifts bestimmt worden sind. Zu dem Hause Zedlitz-Leipe gehörtauch der Landrath des Kreises Wartenberg, Freiherr v. Z. auf Bogus-lawitz. — Der erwähnte Geheime Staatsminister Karl Ahraham, Frei-herr v. Z., Ritter des schwarzen Adlerordens, starb im Jahre 1790. —Die Grafen v. Zedlitz-TVützschler besitzen die FideicommissherrschaftSchwentnig, das Fideicommissgut Petrikan, so wie die Güter Frauen-hain und Rungendorf, auch die Herrschaft Nieder-Pomsdorf. DasHaupt dieser grätlichen Linie ist Gottlieb Julius, Graf Zedlitz zu Wil-kau, genannt Triitzschler v. Fa'kenstein, vermählt mit Ernestine, Toch-ter des verstorbenen Geheimen Raths-Präsidenten Trützsclder v. Fal-kenstein, aus welcher Ehe vier Söhne leben.
Das ursprüngliche Wappenbild aller Zedlitze ist eine silberneSchnalle mit einem zerbrochenen Dorne im rothen Felde. Die Formder Schnalle ist verschieden, und die der Linie Wilkau unterscheidetsich ganz besonders von den andern dadurch, dass sie fast einen Tri-angel bildet.
Die Freiherren v. Zedlitz - Neukirch führen im rothen Schilde diesilberne Schnalle. Das Schild wird von einem Löwen auf der Brustgehalten, so dass sein gekrönter Kopf die Stelle des mittlem Helmesvertritt und den Reichsadler trägt, auf dessen Herzschildlein der Na-menszug R. II. steht. Die beiden äussern, ebenfalls gekrönten Helmetragen ein jeder einen rothen Adlerliiigel mit silbernen Federspitzen.Die Decken roth und silbern.
Die Grafen v. Zedlitz-Leipe führen die silberne Schnalle im rothenund damascirten Schilde. Dieses ist mit drei Helmen besetzt. Dererste oder rechte trägt die Schnalle, der mittelste den preuss. Adler,der linke einen silbernen blutbespritzten Adlerilug.
Das Wappen der erloschenen Grafen v. Zedlitz-Wilkau zeigt diespitzige oder triangelförmige silberne Schnalle im rothen Schilde.Hier ziert den mittlem Heiin der schlesische Adler. Die beiden äus-sern Helme tragen jeder einen blutbespritzten, silbernen Adlerliiigel.Zwei geharnischte Männer, mit Hellebarden bewaffnet, halten das Schild.
Die Grafen v. Zedlitz - Triitzschler führen ein quadrirtes Wappen,im 1. und 4. rothen Felde die Zedlitz-Wilkauer Schnalle, im 2. und 3.