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Wcydcnherg — Weyherr.
die esthländische Ritterschaft an dem Hofe des Königs Christian III.von Dänemaik, um mit Dänemark ein Biindniss gegen den Czar vonMoskau zu scliliessen. — Johann v. W. beschützte 1578 das SchlossOberpalden, den damaligen Königssitz des Herzogs Magnus von Lief-land, gegen die Russen. — In Kurland erscheinen die v. W. mit demAnfange des 17. Jahrhunderts und das zu einem Ilerzogthume umge-staltete Ordensland räumte den Abkömmlingen verdienstvoller Ordens-brüder alle Rechte und Vorzüge seines einheimischen Adels ein. Siebreiteten sich in mehreren Zweigen in dem neuen Vaterlande aus,starben indessen auch hier im Laufe der Zeit bis auf einen Einzigenab. — Ollo Christoph, Freiherr v. W., gestorben 1 S|(j, Kammerjun-ker des. Herzogs Ernst Johann von Kurland, vermählt mit DorotheaLuise v. Witten, stiftete aus den Gütern Gross-Altorf, Wormsattenund Niekratzen im Jahre 1815 das im Kirchspiele Ainbothen gelegeneMajorat Brinkeithof, und hinterliess von seinem einzigen Sohne, Georg,nur einen Enkel, Otto Johann v. W. geb. 1805, künigl. preuss. Kam-merherr, der als der Letzte seines Stammes noch unvermählt auf denGütern seiner Väter lebt.
Das .Stammwappen der v. W. zeigt im silbernen Schilde einenrothen ßüjjfelkopf, der sich auf dem Helme zwischen einem silbernenund rothen Adleriluge wiederholt.
Das freiherrliche Wappen ist in roth und Silber gespalten, undunter diesen beiden Feldern ein grünes. Das rechte Feld enthält ei-nen aus dem innern Rande hervorspringenden Pegasus, das linke denBiilfelkopf, gekrönt, unter sieben Blutstropfen. Auf diesem Schilde ru-hen zwei Helme. Den rechten zieren zwei Rosenstengel, der erstemit sieben silbernen, der andere mit sieben rothen Rosen. Auf demlinken Helme zeigt sich der Biilfelkopf ungekrönt zwischen einem sil-bernen und einem rothen Adleriluge. Die Decken roth und silbern.
IM. s. die von der kurländ. Ritterschaft attestirte Stammtafel derFreiherren v. AVettberg auf Brinkenhof. Königs Geneal. Sammlungunter W. auf der königl. Bibliothek zu Berlin. Zedier, 55. S. 1075.Moser, Osnabriicksche Geschichte, Bd. III. S. 80. Spangenberg, Adels-historie, Buch 7. Cap. 18. S. 104.
Wcydcnherg, die Freiherren von.
Sie waren noch am Ende des vorigen Jahrhunderts in Pommern,wohin sie aus Franken kamen, begütert. Johann Georg, Freiherr v.AVeydenberg, besass 1780 den Rittersitz Lissow bei Lauenburg. EineLinie führte auch den Beinamen AVirth. — Freiherr Wirlh v. AVey-denberg aus Pommern war 180Ö Oberstlieutenant im Dragonerregi-mente vac. v. Mannstein, er starb 1813 a. D.
Weylierr (Weiher), die Freiherren und Herren von.
Schon seit dem Jahre 1734 sind die v. Weyherr in Pommern be-kannt, sie werden zu dem uralten eingebornen Adel gezählt, undsind zum Theil der katholischen Kirche angehörig. In A'or- und flin-terpommern besass dieses vornehme Geschlecht ansehnliche Lehen.Die v. AA r eyherr in Vorpommern zerfielen in die Häuser Faulen-Benzund Mulkenthin, die in Hinterpommern besassen und besitzen theilsnoch verschiedene Güter im Lauenburg-Bütowschen, namentlich Gr.Bozepol, Felslow, Lischnitz, Ganz u. s. w. — Johannes v. W., Herrauf Damm, hatte acht Söhne, von denen Martin v. AA r . 1540 Bischof