Wedelstacdt — Wedig.
31!)
lingsdorf u. s. w., sind ebenfalls Güter, die noch in der Gegenwartdiesem Hause in Pommern gehören. — Von den ehemals in preuss.Diensten gestandenen v. W. nennen wir ausser den schon angeführtennoch Rüdiger Christian v. W., der am 12. Decbr. 1704 als Geh. Rath,Ilof- und Kanunergerichtsdirector, Landeshauptmann zu Beeskow undStorkow und Johanniterritter starb. — Von den früher im brandenburg-preuss. Heere gestandenen v. W. nennen wir:
Wolf v. IV., der am Sonntage nach Jollannes Baptista 1552 vonMarkgraf Johann mit 50 Pferden in Dienste genommen ward.
Georg Emst v. W. commandirte 1633 das neuiniirkische Landvolk.
Karl Heinrich v. W., der am 2. April 1782 als Generallieutenant,wirklicher Geheimer Staats- und Kriegsminister, Ritter des Ordenspour le merite starb.
Johann v. W. gelangte zur Würde eines Generalmajors und Chefseines Regiments zu Fuss. Kr starb im Juli 1742 an seinen in derSchlacht bei Chotusitz erhaltenen Wunden.
Ein Generalmajor und Commandern' des Regiments y. Kleist starb1813. — Ein anderer v. W. war Chef des Infanterieregiments No. 7zu Bielefeld und starb 1807. — Ein Sohn des obenerwähnten Ge-heimen Raths, des Grafen Anton Franz v. W., war 1806 Oberst undChef eines Füsilierbataillons und starb 1813 als holländischer Gene-ralmajor. — Gegenwärtig ist Karl v. IV., Sohn des erwähnten Gene-ralmajors und Commandeurs des Regiments v. Kleist v. W., General-major und Commandern- der 11. Landwehrbrigade, Ritter des Ordenspour le merite, des eisernen Kreuzes 1. Ciasse und vieler andererOrden. ■— Sein Bruder, Heinrich v. W., ist Oberst und Commandeurdes 5. Uhlanenregiments.
Die v. Wedel führen in einem goldenen Schilde ein schwarzesMühlen- oder Kummrad, und in demselben einen Mann bis an dieKnie, mit hernntergekrämptem Ilute und abgehauenen Armen, dessenKleid in die Länge herabgetheilt, zur Linken roth und zur Rechtenschwarz und mit einer weissen Binde um den Leib zugebunden ist,und auf dem Helme eben einen solchen Mann, jedoch ohne das Kamm-rad. Die Helmdecken sind schwarz und golden.
M. s. König, 1. S. 650—-53 und 684. II. S. 297. Hering, Diss.de Gente de Wedel antiquo judicio feudali contra subvasallum ob fe-loniam feudo privandum, Sedini. 1733.
Wedelstaedt, die Herren von.
Sie gehören zum alten Adel der Provinz Pommern, und warennoch am Anfange dieses Jahrhunderts oder in den letzten Decenniendes vorigen daselbst begütert. — Ein Major v. Wedelstädt comman-dirte im Jahre 1806 das 3te Musquetierbataillon des Regiments v. Rütszu Lowicz. Er ist im Jahre 1822 als Oberst im Pensionsstande gestorben.
Die v. W. führen in einem blauen Schilde einen weissen Pfeil,und auf dem Helme drei Straussfedern, von welchen die zur Rechtenroth, die mittelste weiss und die zur Linken blau ist. Die Helmdeckensind silbern, blau und roth, nach EIzow. M. s. Gauhe, I. S. 2070./edler, 53. S. 1828. £. -. --Uv ji»*,— v \ L-v-l— ^ ■. v_
Wedig, die Herren von.
Eine adelige Familie in Hannover, aus welcher Friedrich Wedigam 13. Oct. 1736 in den Reichsadelstand erhoben wurde. Einige Mit-glieder dieser Familie stehen im preuss. Staatsdienste.