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4 (1842) P - Z
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Waltlow.

Die früher sehr ausgebreiteten Linien in Schlesien sind ebenfallsbis auf die auf Schwanowitz, im Briegschen, ausgestorben, und auchdiese wird mit Karl Bernhard von Waldau, der ohne Nachkommenist, und mit ihm das bedeutende Fideicommiss der Familie v. Waldauin Schlesien, erlöschen. Von diesen Linien sind wahrscheinlichdiejenigen Orte in Nieder-Scldesien, welche sich auf Waldau endigen,erbaut worden (s. Thebes. Ann. Lig.).

Hin und wieder sind in einigen Werken die Familien Waldow,Waldaw, Waldau u. s. w. als ganz verschiedene Familien angeführtund angesehen. Aus Obigem geht jedoch genügend hervor, dass alleGeschlechter dieses Namens in Deutschland zu einer und derselbenFamilie gehören, und dass nur in den verschiedenen Zeitaltern undProvinzen die Kndsylbe des Namens verschieden geschrieben wurde.

Um die Mitte des 15. Jahrhunderts erscheinen die Herren v. Wal-dau der neumärkisch-poinmerschen Linie in der Neumark als Besitzerder Stadt und Burg Königswalde, der Schlösser Költschen (das vonden Tempelherren erbaut sein soll, s. Wohlbrück, Gesch. des BisthumsLebus) und Gleissen, so wie der Güter und Dörfer Neu-Költschen(jetzt Hammer), Osterwalde, Herzogswalde, Arensdorf, Räuden, Mit-tenwalde (jetzt Neudorf), Neuwalde, Stubbenhagen c. p., und in Pom-mern als Besitzer der Stadt und Burg Bärnstein oder Bernstein, undder Güter Gottberge und Haselbusch. Gleichfalls besassen Hansund Kaspar v. Waldow Nieder-Schönhausen und Blankenfelde bei Ber-lin, und pfandweise von dem Kurfürsten die Städte Liebenwalde undWriezen. Auch erscheint Hans v. Waldow aus Königswalde umdiese Zeit als Herr der Stadt und Herrschaft Peitz in der Niederlausitz.

Von den oben genannten alten Familiengütern befinden sich nochjetzt im Besitze der Familie das Stammschloss Königswalde, Költ-schen, Osterwalde, Hammer und Stubbenhagen.

Iin Jahre 1444 überliess der Kurfürst Friedrich II. von Branden-burg dem Kitter Hans v. Waldow zu Königswalde die Herrschaft Peitzin der Niederlausitz. Da Peitz eine Reichsherrschaft war, so erwarbHans v. Waldow dadurch den freiherrlichen Titel; doch haben seineNachkommen, die Herren von Waldow zu Königswalde und Bärnstein,diesen Titel nicht geführt noch Gebrauch davon gemacht, aus welchenGründen, ist unbekannt, doch führen sie noch jetzt als Zeichen diesesihnen zustehenden Standes im Wappen sieben Knöpfe auf der Krone,und sieben Federn auf der Mütze (s. die Beschreibung des nachfol-genden Wappens).

Das Wappen der noch jetzt blühenden nenmärkiscli- pommerschenLinie zu Königswalde zeigt im rothen Schilde ein silbernes Pfeileisen(schrägwärts von rechts nach links), auf dem Helme eine Krone mitsieben Knöpfen, auf dieser eine Tartaren-Mütze von schwarzer Farbemit einem gleichfarbigen Aufschlage, und auf derselben sieben blauePfauen oder schwarze Straussfedern. Die Helmdecken sind rotli undweiss. Die Straussfedern scheinen häufiger, besonders in älternWappen vorzukommen; ebenso erscheint in ältern Zeiten die Tartaren-mütze öfters von rother Farbe, z. B. auf mehreren Wappentafeln derFamilie bei dem Johanniterorden in der Kirche zu Sonnenburg.Die Tartaren-Mütze ist zunrAndenken an die grosse Tartaren-Schlachtbei Liegnitz im Jahre 11241, in der die Ritter v. Waldow tapfer foch-ten, von den Linien in Schlesien in das Wappen aufgenommen wor-den (s. Sinap. und Thebesius). Ueber die Wappen der verschiedenenLinien und die hin und wieder vorkommenden Abweichungen sieheBucel., Meding, Hellbach, Wappenbuch von Siebmacher u. s. w.In der Hauptsache, nämlich im Schilde, stimmten alle Linien, da derhin und wieder vorkommende ganze oder abgebrochene Pfeil ein und